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Das Österreichisches Umweltzeichen ist international gefragt!

Bei einer Studie der internationalen Clean Clothes Campaign über die Bedingungen in der Schuhproduktion schnitt das Österreichische Umweltzeichen am besten ab. Das Österreichische Umweltzeichen erzielte die meisten Punkte und ist damit unter zwölf europäischen Siegeln am aussagekräftigsten, was ökologische und soziale Nachhaltigkeit von Schuhen anbelangt.

Unter den getesteten Siegeln waren auch so bekannte nationale und internationale Labels wie Blauer Engel (Deutschland), EU Flower (EU) und Nordic Swan (Skandinavien).
Alle Umweltsiegel außer dem Österreichischen Umweltzeichen (UZ 65 für Schuhe) erwiesen sich als schwach, was die soziale Nachhaltigkeit anbelangt, also dem Wohlergehen von Arbeiterinnen und Arbeitern. Fünf von zwölf Siegeln machen überhaupt keine Aussagen über soziale Nachhaltigkeit. Wie die Studie festhält, ist das sicher dem Umstand geschuldet, dass die Siegel mit dem Fokus auf ökologische Kriterien entwickelt wurden. Allerdings betont die Studie auch, dass nach der Katastrophe von Rana Plaza im Jahr 2013, die Tote und Verletzte unter den Textilarbeiter*innen in Bangladesch forderte, die Aufmerksamkeit der europäischen Konsumentinnen und Konsumenten auf die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern gelenkt worden ist. Insofern ist es konsequent, wenn die teilweise schon seit Langem existierenden Umweltsiegel auch soziale Kriterien – wie fairer Lohn, die Existenz bzw. Zulässigkeit von Gewerkschaften, die Arbeitszeiten, dem Verbot des Einsatzes von gesundheitsschädlichen Chemikalien und Verfahren etc. – berücksichtigen.
Das Österreichische Umweltzeichen hat bereits damit begonnen und ist auf einem guten Weg.

Gelobt wurden das Österreichische Umweltzeichen und der Blaue Engel dafür, dass sie sich auch mit der oft vernachlässigten Verpackung auseinandersetzen, also so wenig Verpackung wie möglich fördern.

Grafik Schuhlabels© Clean Clothes Campaign 

Zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten in Europa

Geschätzte 23 Milliarden Schuhpaare wurden allein im Jahr 2016 weltweit produziert. 87% davon in Asien. In Europa wurden 50% der Schuhe in Italien hergestellt, in Spanien 13%, in Portugal 12% und in Rumänien 8,2%. Die europäischen Konsumentinnen und Konsumenten machen 17% des globalen Marktes aus. Sie verlangen zunehmend nachhaltigere und fairere Produkte.
Eine Umfrage unter 10.000 Europäer*innen in 20 Ländern ergab, dass 85% sich bereit erklärten, für nachhaltigere Schuhe „etwas mehr“ zu bezahlen, ein Viertel der Befragten wollten sogar mindestens 25% mehr zahlen. 

Link zur Studie (in Englisch): https://cleanclothes.at/media/common/uploads/download/label-check-still-much-to-do/still_much_to_do_EN-AT.pdf