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Richtig handeln bei Schnee und Eis!

Die Eigentmer von Liegenschaften in Ortsgebieten (ausgenommen unverbaute land- und forstwirtschaftlich genutzte Liegenschaften) haben die Pflicht, Gehsteige und Gehwege entlang der Liegenschaft in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen zu subern und bei Schnee und Glatteis zu bestreuen. Ist kein Gehsteig (Gehweg) vorhanden, so ist der Straenrand in der Breite von 1 m von Schnee zu subern und zu bestreuen.

So handeln Sie richtig bei Schnee und Eis:

Der erste und wichtigste Schritt nach Schneefall ist die rasche mechanische Entfernung des Schnees. Es darf dabei weder Kanalgitter noch Rinnsal verlegt werden.
Besteht nach der Schneerumung noch Rutschgefahr, ist Splitt zu streuen.  An gefhrlichen Stellen wie Treppen oder steilen Rampen ist bei Gltte der Einsatz von Auftaumitteln sinnvoll, wenn Schneerumung und Splittstreuung nicht ausreichen.

 

 

Abstumpfende Streumittel (Streusplitt)

Es gibt verschiedene "abstumpfende Streumittel", die sicheren Halt auf Wegen und Straen gewhrleisten. Abstumpfende Streumittel mssen kantig, staubarm und trocken sein. Die Korngre betrgt mindestens 2 bis maximal 8 Millimeter. Empfehlenswert sind Basaltsplitt, Dolomitsplitt oder Streumittel auf Basis von Blhton. Die vorbeugende Verwendung von abstumpfenden Streumitteln ist nicht sinnvoll und in vielen Gemeinden verboten. Auch die Verwendung von Schlacke, Asche, Quarzsplitt, Quarzsand und Betonrecyclingsplitt als Streumittel ist in vielen Gemeinden verboten. Derzeit gibt es rund 30 abstumpfende Streumittel, die den "Blauen Engel", das deutsche Umweltzeichen fr salzfreie, abstumpfende Streumittel (RAL-UZ 13), tragen: www.blauer-engel.de

Auftaumittel

Auftaumittel verhindern die Bildung von Glatteis. Das bekannteste Auftaumittel ist Streusalz, das zu 95 Prozent aus Steinsalz (Kochsalz) besteht. Streusalz hat negative Auswirkungen auf die Umwelt, weil es mit dem Schmelzwasser im Boden versickert und dies zu einer Strung des Nhrstoffhaushaltes der Pflanzen und zu deren Absterben fhren kann. Streusalz auf Fahrbahnen wird heute meist als Feuchtsalz ausgebracht, d.h. es wird beim Ausstreuen im Verhltnis 30:70 mit einer Sole vermischt, wodurch die Wirksamkeit erhht wird.
In vielen Gemeinden besteht ein Salzstreuverbot, das nur bei auergewhnlichen Wetterlagen ausgesetzt wird.


Ablagerung und Reinigung

Fr die Luftqualitt und damit die Gesundheit der Menschen ist die Staubbelastung durch Splitt ein groes Problem. Aus diesem Grund sind ausgebrachte Auftaumittel und abstumpfende Streumittel, die fr die Sicherheit nicht mehr erforderlich sind, aufzukehren und ordnungsgem zu entsorgen. Kleine Mengen Streugut knnen ber den Restmll entsorgt werden. Streugut darf nicht von einem Gehsteigabschnitt auf den anderen, auf die Fahrbahn oder ins Rinnsal gekehrt werden. Der mit Salzen verunreinigte Schnee darf nicht auf unversiegelten Bodenflchen abgelagert werden.

Informationen und Hilfestellung:

Die rtlich geltenden Bestimmungen erfahren sie am zustndigen Gemeindeamt oder Magistrat.

Im Artikel „Sicher unterwegs im Winter“ von die umweltberatung werden Fragen zu Streumitteln, deren Einsatz, sowie rechtliche Belange behandelt und Empfehlungen ausgesprochen: http://www.umweltberatung.at/sicher-unterwegs-im-winter 

Folder „Schnee und Eis in Wien: Verpflichtungen fr Liegenschaftseigentmer“  der Stadt Wien, MA 48 https://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/service/publikationen/pdf/schnee-eis-in-wien.pdf 

Links

https://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/sauberestadt/winterdienst/empfehlung.html

https://www.wien.gv.at/umweltschutz/winterdienst/streugut.html

http://www.linz.at/verkehr/3406.asp

https://www.stadt-salzburg.at/pdf/winterdienst_2015____folder_fuer_hauseigentuemerin.pdf

http://www.holding-graz.at/anrainerinfo.html