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Newsletter Oktober 2026: Recycle – ein zweites Leben für Rohstoffe

Recycling ist wohl die häufigste Variante der Kreislaufwirtschaft, der man im Alltag begegnet. Materialien, die in Papier, Dosen oder Flaschen enthalten sind, können mehrmals wiederverwendet werden, bevor sie schlussendlich aus dem Kreislauf ausscheiden. Oftmals lassen sich so wertvolle Ressourcen einsparen und Abfall wird nicht nur reduziert, sondern entsteht gar nicht. Wie Recycling gelingt und welche Alternativen es dazu gibt, erfahren Sie in diesem Newsletter.

Vom Abfall zum Wertstoff
Recycling beginnt bereits beim Produktdesign: Nur trennbare, schadstoffarme Materialien lassen sich wiederverwerten. Hier setzen auch die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Papier oder Mehrweggebinde an. Denn in der Kreislaufwirtschaft gilt: Vermeiden und Wiederverwenden kommen vor dem Recycling.

Recycling beginnt mit richtiger Mülltrennung
Wussten Sie, dass bis zu 50 % des Hausmülls recyclingfähig sind? Mit der richtigen Mülltrennung kann jeder Haushalt ohne großen Aufwand Rohstoffe, Wasser und Energie sparen. Darüber hinaus erfüllt Recycling nicht zu vernachlässigende Sicherheitsaspekte, wie das Beispiel der Lithium-Batterien zeigt.

Recycling geht durch den Magen
Laut EU-Verpackungsverordnung müssen Gastronomiebetriebe ab 2027 schrittweise auf Mehrweggebinde umstellen. Die Kriterien hinsichtlich des Gesundheits- und Umweltschutzes der neuen Gebinde definiert die Umweltzeichen-Richtlinie „Mehrwegsysteme Take away (to go) zum Außerhausverkauf für Speisen und Getränke“.

Staatliche Gütezeichen schaffen Orientierung
Das Angebot an Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegeln ist unübersichtlich, und viele Konsumentinnen und Konsumenten fragen sich, welchen sie wirklich vertrauen können. Bei einer Befragung zum Umweltzeichen-Tag 2026 gaben 42 Prozent der Teilnehmenden an, ausschließlich staatliche Umweltsiegel in Betracht zu ziehen.

Richtlinienüberarbeitung für Toner-Module und Tintenpatronen
Die Umweltzeichen-Richtlinie UZ 11 „Wiederaufbereitete Tonermodule und wiederverwendbare Tintenpatronen“ wird turnusmäßig in zweiten Halbjahr 2026 überarbeitet. Wie der Multi-Stakeholder-Prozess funktioniert und wie Sie Ihr Wissen einbringen können, lesen Sie im Beitrag.

Termine
12. bis 14. November 2026, Linz, Interpädagogica: Das Österreichische Umweltzeichen präsentiert sich auf der bedeutenden Fachmesse für Pädagogik. Besuchen Sie uns an unserem Stand.
16. November 2026, Webinar, Mobilitätsbildung: Die europaweite Initiative macht zahlreiche Projekte und Veranstaltungen rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen sichtbar.
19. November 2026, Webinar, Umweltzeichen für Schulen: Informieren Sie sich im Rahmen eines Webinars über Möglichkeiten, wie Sie Ihre Bildungseinrichtung mit dem Österreichischen Umweltzeichen auszeichnen lassen können. Anmeldungen sind bis zum 13. November bei Eva Sinawehl möglich.
19. November 2026, Salzburg, Umweltmanagement-Konferenz 2026: EMAS- und Umweltzeichen-zertifizierte Betriebe können an der Konferenz des BMLUK zum Thema „Chancen ergreifen - zukunftsfit mit geprüftem Umweltmanagement. EMAS und Umweltzeichen als Kompass in Zeiten des Wandels“ am Salzburger Flughafen teilnehmen. Am Nachmittag wird außerdem der Umweltmanagement-Preis 2026 verliehen.
21. bis 29. November 2026, Europäische Abfallvermeidungswoche: Die Aktionswoche steht im Zeichen der 3 Rs „Reduce – Reuse – Recycle“. Sie macht Menschen und ihr Engagement für Abfallvermeidung sichtbar und gibt Ihnen hilfreiche Tipps für Ihre Aktionen.
23. November 2026, Webinar, Umweltzeichen für Kindergärten: Umweltbildung fängt bei den Kleinsten an. Im Rahmen des Webinars erfahren Sie, wie Sie die Kriterien des Umweltzeichens in einem Kindergarten umsetzen können. Melden Sie sich bis zum 16. November an.
24. November 2026, Online-Veranstaltung über Kreislaufwirtschaft: Bei der zweiteiligen Veranstaltung „Kreislaufwirtschaft lernen, lehren & gestalten“ erwarten Sie Podiumsdiskussionen, Best-Practice-Beispiele und Austausch in Kleingruppen. Sie können an einem oder an beiden Programmpunkten teilnehmen.
Tipps
- Greenwashing-Check: Die Altstoff Recycling Austria (ARA) bezeichnet sich selbst als wichtigen Akteur der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat diese Behauptung einer sachlichen Überprüfung unterzogen. Im Lesetipp erfahren Sie, zu welchem Ergebnis der VKI gekommen ist.
- Best Practice-Tipp: Die Uniform Recycling Pioniere, ein Zusammenschluss aus vier öffentlichen Dienstgebern, ÖBB und Salesianer, sammeln ausgediente Dienstkleidung und recyclen sie zu neuen Rohstoffen. Das Pilotprojekt zur textilen Kreislaufwirtschaft zeigt, wie Ressourcenschonung in der öffentlichen Beschaffung umgesetzt werden kann.
- Aus- und Weiterbildungen: Die Seminare der Gesellschaft für Wasser und Abfallwirtschaft (GWAW) vermitteln wertvolles Wissen über Recycling und Abfallwirtschaft. Einen Überblick über alle Formate erhalten Sie auf der Website des ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband).
- Recycling für die Schule: Recycling ist aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken, ob bei Heften, Stiften oder Taschen. Wichtig: Erst wenn ein Produkt selbst aus recyceltem Material besteht – und nicht nur recycelbar ist – ist es wirklich im Kreislauf. Achten Sie beim Einkauf auf das Österreichische Umweltzeichen oder den Blauen Engel, um zertifizierte Produkte zu erkennen. Schuleinkauf.at gibt Ihnen einen Überblick.
- Messerückblick: 90.000 Besucherinnen und Besucher konnten das Österreichische Umweltzeichen auf der Internationalen Gartenbaumesse in Tulln besuchen. Die Botschaft war klar: Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Trend im Gartenbau.
- Nachlese zur Ecovation: Auf der diesjährigen Ecovation diskutierten über 850 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung über die nachhaltige Zukunft der öffentlichen Beschaffung.

Neue Lizenznehmer
- Beherbergungsbetriebe
- Bildungseinrichtungen
- Grüner Strom
- Messestand- und Dekorationsbau
- Museen und Ausstellungshäuser
- Europäisches Ecolabel

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Herausgeber und Medieninhaber:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
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