Traisnerhütte im Sommer
© Traisnerhütte / E. Fürst

Umsteigen vorm Aufsteigen - Sanft Mobile Wandererlebnisse

Bereits in zweiter, erweiterter Auflage ist kürzlich der Hüttenatlas "Umsteigen vorm Aufsteigen" mit Wegbeschreibun-gen und klimafreundlichen An- und Abreisemöglichkeiten ohne Auto zu Naturfreunde-Hütten in den schönsten Regionen Österreichs erschienen. Unter den insgesamt 94 Hütten befinden sich auch vier niederösterreichische Umweltzeichen-Schutzhütten.

Logo der Naturfreunde Knofeleben
© Naturfreunde Knofeleben

Das Naturfreundehaus Knofeleben (ehem. Friedrich Haller Haus; 1.250m) auf der Knofeleben am Gahns, einem Ausläufer des Schneebergs, wurde nach einem Großbrand im letzten Jahr in kürzester Zeit heuer in energieautarker Niedrigenergiebauweise völlig neu errichtet und befindet sich auf dem modernsten Stand der Hüttentechnik. Beim Aufstieg von Payerbach oder von Kaiserbrunn hat man immer wieder eine prachtvolle Sicht zur gegenüberliegenden Rax, in das romantische Höllental, zur Stadelwand und zu den mächtigen Mauern der Wasseröfen.

Gföhlberghütte
© Gföhlberghütte

Im südwestlichen Wienerwald, am Natura Trail Hochwienerwald und dem internationalen Pilgerweg I 26 "Via Salvorum", liegt die ganzjährig geöffnete Gföhlberghütte (825m), ein beliebter Ausgangspunkt um auf den Schöpfl, den höchsten Berg des Wienerwaldes zu gelangen. Erreichbar ist die Ökoschutzhütte (Solaranlage, Fotovoltaikanlage gekoppelt mit Windenergie, Trockenkompost-Toilettesystem) z.B. ab Stollberg über den Elsbeerwanderweg. An dieser Strecke befinden sich die höchstgelegenen Elsbeerbäume in der LEADER Region Elsbeere Wienerwald.

Stockerhütte
© B. Baumgartner

Auf der Stockerhütte (734m) im westlichen Wienerwald zwischen Traisen- und Gölsental findet der Gast zu allen Jahreszeiten Tradition und alpenländisches Flair auf unnachahmliche Weise vereint.
Vom Gipfelkreuz bei der Stockerhütte hat man einen sehr schönen Blick ins Traisen-Tal. Hinter der Hütte sieht man bis nach Wilhelmsburg und St. Pölten. Müde Wanderer können den atemberaubenden Blick auf das Alpenvorland auf der Sonnenterrasse in Liegestühlen und Sonnenbetten genießen.

Traisnerhütte Winteransicht
© Traisnerhütte / E. Fürst

Am 14. Juli 2012 feierte die Traisner Hütte (1313 m) auf der Kloster-Hinteralpe in den Gutensteiner Alpen ihren 90.Geburtstag. Dass die Hütte Tradition hat, zeigt sich auch am legendären Nostalgieskirennen, das jährlich im März stattfindet. Die familienfreundliche Schutzhütte kann von vier Seiten aus in jeweils ca. 2 1/2 bis 3 Stunden erwandert werden, vor allem für Familien bietet sich auch der Sessellift von Lilienfeld aus an, um dann die Hütte nach einer kurzen ca. 45 minütigen Wanderung zu erreichen.

Von der Traisnerhütte hat man einen herrlichen Blick auf den Schneeberg, die Rax, den Hochschwab, das Gesäuse, den Ötscher, das Tote Gebirge, den Traunstein und den Nebelstein.

Der Hüttenatlas "Umsteigen vorm Aufsteigen" zeigt, dass und wie viele Wanderungen besonders klimafreundlich ohne Auto möglich sind, in Kombination mit einem Besuch auf einer der genannten Umweltzeichen-Hütten ist das somit Öko-Wanderurlaub pur.

Wandertipps zu weiteren umweltfreundlichen Schutzhütten finden Sie im Artikel No risk- but fun in den Bergen! bzw. in der Liste aller Umweltzeichen-Schutzhütten