Österreichisches Umweltzeichen: Salzburgs Tourismus setzt auf geprüfte Umweltleistung
Beim Energie- und Ressourcengipfel 2026 auf der Schlossalm in Bad Hofgastein überreichte Sektionschef-Stellvertreter Mag. Dr. Thomas Jakl vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) am Donnerstag die Umweltzeichen-Urkunden an Salzburger Tourismusbetriebe und Regionen. Mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer waren beim Gipfel, zu dem das umwelt service salzburg eingeladen hatte.
Geprüft statt behauptet
Das Österreichische Umweltzeichen legt Kriterien für den gesamten Betrieb fest: Energie- und Wasserverbrauch, Abfallvermeidung, Reinigung, Mobilität und den Einsatz regionaler Lebensmittel. Unabhängige Prüferinnen und Prüfer kontrollieren die Einhaltung. Für die zertifizierten Betriebe heißt das: Sie können ihre Umweltleistung auch nach den neuen Regeln klar benennen, und Gäste bekommen eine verlässliche Orientierung.
Langjährige Vorreiter und neue Regionen
Sechs Salzburger Tourismusbetriebe tragen das Umweltzeichen seit mehr als 20 Jahren, einige von ihnen seit 1999. Sie zeigen, dass sich die Kriterien über Jahrzehnte in den Alltag eines Hauses einfügen lassen, vom Familienbetrieb bis zum großen Resort.
Auch auf regionaler Ebene wächst das Engagement: Mit der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern und dem Gasteinertal, der Gastgeberregion des diesjährigen Gipfels, tragen nun zwei weitere Tourismusregionen das Umweltzeichen. Zusätzlich wurden acht Gasteiner Betriebe neu ausgezeichnet.
Weniger Lebensmittel im Müll, weniger Energie im Betrieb
Wie Betriebe Ressourcen konkret einsparen, zeigten beim Gipfel auch die weiteren Ausgezeichneten. Zwei Küchen wurden für ihren bewussten Umgang mit Lebensmitteln geehrt: Im Mondi Hotel Bellevue Gastein stimmen Küche und Service die Mengen am Buffet ab und produzieren bei Bedarf nach. In der Betriebsküche von Sony DADC in Thalgau, geführt von Sodexo, werden Lebensmittelreste sortenrein gewogen, damit die Küche sieht, was sie weniger kochen kann. Beide Betriebe zeigen damit, was das Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar!“ des Ministeriums in der Außer-Haus-Verpflegung erreichen will. Weitere Betriebe ersetzten Heizöl durch Pellets, speichern Strom vom eigenen Dach oder senkten ihren Materialeinsatz.
Beim Gipfel bearbeiteten Unternehmen gemeinsam mit Fachleuten unter anderem von E-Control, Salzburg Netz und dem Land Salzburg in 20 Sessions, wie sie die neuen Regeln für Umweltaussagen und Verpackungen umsetzen, Energie im Tourismus effizienter einsetzen und sich auf Hitzeperioden vorbereiten. Das umwelt service salzburg begleitet Salzburger Betriebe mit geförderten Beratungen, auch auf dem Weg zum Umweltzeichen.
Die Ausgezeichneten auf einen Blick
● 20 Jahre und mehr Österreichisches Umweltzeichen: Pension Hubertus, Zell am See · Clubhotel Kleinarl · Hotel Rauriserhof, Rauris · Wanderhotel Kirchner, Bramberg · Hotel im Wald Hammerschmiede, Anthering · Bio VitalHotel Sommerau, St. Koloman
● Umweltzeichen für Tourismusregionen: Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern · Gasteinertal
● Neu mit Umweltzeichen in Gastein: Tourismusschule Gastein · Kongress Gastein · Hotel Alpenblick · Hapimag Resort Bad Gastein · Mondi Hotel Bellevue Gastein · Sendlhofer's · Hotel Bergparadies · Pro-Ge Hotel
● Weitere Auszeichnungen beim Gipfel: Sony DADC Europe GmbH (Betriebsküche Sodexo), Thalgau · Tischlerei Schober OG, Lofer · Hotel Lacknerhof, Flachau · NUTROPIA Group GmbH, Unternberg · 2F-Leuchten GmbH, Abtenau
