Mehrweggeschirr hat Zukunft!
Der beste Ansatz bei Geschirr, das im öffentlichen Bereich zum Einsatz kommt: Möglichst oft wiederverwenden, und erst dann recyceln. Mehrweggeschirr hat nicht nur aufgrund von allgemeinen Umweltzielen deutliche Vorteile, es ist auch aus Sicht der Gesundheit die bessere Alternative.
Darauf hat auch die EU-Gesetzgebung reagiert. Mehrweggeschirr wird auch schon seit vielen Jahren in den Österreichischen Umweltzeichen-Richtlinien in den Bereichen Tourismus, Kultur und Bildung gefordert.
Der richtige Weg ist Mehr(weg)
Durch die Verwendung von Mehrweggeschirr entsteht weniger Müll, weniger Mikroplastik und die von uns empfohlenen Materialien sind nicht mit Schadstoffen belastet. Es ist bei häufiger Wiederverwendung auch kostengünstiger. Und es ist ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, der auch durch die EU-Gesetzgebung gefördert wird.
Schon heute sind durch die SUP-Richtlinie (Single Use Plastic) bestimmte Produkte aus Kunststoff verboten. Mit Mehrweggeschirr sind Sie auf künftige Verbote vorbereitet, da aufgrund der PPWR (EU-Verpackungsverordnung 2026) bis spätestens 2030 weitere Maßnahmen gegen Einweggeschirr, unabhängig vom Material, in Kraft treten.
Im Österreichischen Umweltzeichen wird in den Bereichen Tourismus, Kultur und Bildung Mehrweggeschirr gefordert. Weiters sind 3 Richtlinien für Mehrweg-Systeme etabliert:
„Mehrweggebinde“ (UZ26)
„Mehrweg-Verpackungssysteme für Transport und Versand“ (UZ 87)
und im Jänner 2026 „Mehrwegsysteme für Take away („to-go “)“ (UZ 88)

Welche Materialen sind empfehlenswert?
Als Materialen für Mehrweggeschirr sind Porzellan, Glas, Edelstahl und bestimmte Kunststoffe, besonders Polypropylen (PP) empfehlenswert.
Welche Schadstoffe können in Einweggeschirr enthalten sein?
Der VKI hat gemeinsam mit anderen Verbraucherorganisationen in Summe 57 Einweg-Produkte aus Papier, Zuckerrohrbagasse und Palmblättern auf Schadstoffe geprüft. Nur in 5 von 25 der in Österreich erhältlichen Produkte wurden keine der getesteten Schadstoffe gefunden. Geschirr aus Zuckerrohr-Bagasse war am meisten belastet, gefolgt von Papier. Die fett- und wasserabweisende Beschichtung von Papier- und Pappe, aber auch von anderen Materialien, kann sogar die sogenannten Ewigkeiten-Chemikalien PFAS enthalten.
Der oft als „Melamin“ bezeichnete Kunststoff kann aus Grundchemikalien Formaldehyd und Melamin abgeben, die krebserregend, fortpflanzungsgefährdend und/oder nierenschädigend wirken können. Melaminharz sind auch häufig im sogenannten Naturfasergeschirr enthalten.
Und beim Einsatz von pflanzlichen Materialien, die nicht aus dem Bio-Anbau stammen, wurde immer wieder eine Belastung durch bedenkliche Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen.
Weitere Informationen finden Sie im Infoblatt.
