Der großzügige Innenpool des Hotel Gutjahr
© Hotel Gutjahr

Optimale Hygiene bei weniger Kosten

Während daheim oft Wasserverschwendung vermieden wird, schaut das im Urlaub oft anders aus. Hier verbrauchen wir oft doppelt so viel Wasser.

Während daheim oft Wasserverschwendung vermieden wird, schaut das im Urlaub oft anders aus. Erhebungen belegen, dass der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf und Tag mit 290 Litern in Hotels mehr als doppelt so hoch ist wie der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in einem Haushalt. Hier setzt Sebastian Bernsteiner mit seiner TWP wasser:management gmbh an: Durch den Einsatz von Öko-Duschköpfen, automatischen Duscharmaturen und Sensor- Waschtischarmaturen mit Spülstopp kann in Hotels einiges an Wasser und damit auch an Energiekosten eingespart werden – und das ohne Qualitätsverlust für die Gäste.

Wasserexperte Sebastian Bernsteiner führte im Umweltzeichen-Hotel Gutjahr neben dem Tausch der Armaturen auch ein Projekt zur Verbesserung der Wasserhygiene durch. Gerade abseits der Hochsaison kann es vorkommen, dass einzelne Zimmer nicht belegt sind und das Wasser über einen längeren Zeitraum in den Leitung verbleibt und dadurch verkeimt. Nach einer Risikoanalyse im Betrieb wurden gewisse Wasserhähne mit einer intelligenten Freispül-Automatik versehen, die selbsttätig spült und die Spülvorgänge dokumentiert. Das Spülintervall wird dabei an die Häufigkeit der Nutzung angepasst, die Spüldauer hängt davon ab, ob eine Zirkulation vorhanden ist oder nicht. Neu ist außerdem, dass berechnet wird, wie viel Wasser zum Ausspülen des Stagnationswassers notwendig ist, damit eine Verkeimung vermieden wird Damit kann Hotelier Markus Gutjahr aus betriebswirtschaftlicher Sicht genau erkennen, wie hoch der Wasserbedarf für die Hygieneoptimierung ist.

Zimmer im Hotel Gutjahr
© Hotel Gutjahr

Erfolgreiches Wasser-Einspar-Contracting in der Hotellerie

Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte im Hotel Gutjahr über ein Contracting. Dabei führte der Contractor die Wasser- und Energiesparmaßnahmen durch und trägt die Investitionskosten, die sich dann in Folge aus den erzielten Einsparungen refinanzieren. Die Umsetzung erfolgte somit ohne finanzielle Belastung für den Tourismusbetrieb.

Folgende Vorteile dieses Vorzeigeprojektes sollten zum Nachahmen anregen:

  • Durch die erfolgte Risikonalyse hat der Hotelbetreiber Kenntnis über etwaige Schwachstellen in der Trinkwasser-Installation des Hotels.
  • Der über zehn Jahre abgeschlossene Contractingvertrag bringt dem Hotel ab dem ersten Monat bares Geld. Die Einsparung der Betriebskosten bei Wasser, Abwasser und Energie bleiben zu 20 Prozent beim Betrieb. 80 Prozent werden für die Refinanzierung von Umrüstung, Wartung und Service verwendet. Die Gesamteinsparung wird in dem Zeitraum über 65.000,-- Euro betragen.
  • Auf dem aktuellsten Stand der Technik arbeitende Armaturen optimieren die Trinkwasserhygiene und tragen zur Sicherheit von Gästen und Personal bei.
  • Durch die Kommunikation der gesetzten Maßnahmen nehmen die Gäste die Verantwortung der Hotels bewusst wahr.

Links:

Hotel Gutjahr

TWP wasser:management gmbh

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