Tischler-Talkshow Bauen+Wohnen 2026
© FRB Media / Christopher Blank

So war die Bauen+Wohnen Salzburg 2026 mit dem Umweltzeichen!

Die Bauen+Wohnen Messe 2026 in Salzburg stand ganz im Zeichen nachhaltiger Innovationen, zukunftsfähiger Materialien und Themen der Kreislaufwirtschaft. Mitten im Geschehen: das Österreichische Umweltzeichen, das von 05. bis 08. Februar 2026 bereits zum dritten Mal auf der renommierten Fach- und Publikumsmesse vertreten war.

Nachdem der erste große Auftritt im Jahr 2020 auf Österreichs größter Wohnmesse großen Anklang gefunden hatte, setzte das Umweltzeichen auch 2026 ein deutliches Signal: Nachhaltigkeit ist kein Zusatznutzen mehr – sie ist zum Qualitätsmaßstab im Bau- und Wohnbereich geworden. Ein Novum war die diesjährige Talkshow „Wie umweltfreundlich sind unsere Möbel?“ am Freitag, 06.02.2026, mit vielen Expert:innen auf der Messebühne.

Der Umweltzeichen-Auftritt auf der Bauen+Wohnen Salzburg 2026

Der Messestand in Halle 10 – direkt neben der Salzburger Tischlerküche – erwies sich als idealer Treffpunkt für fachliche Gespräche und persönliche Beratung. Das Team des Umweltzeichens informierte umfassend über ökologische Qualitätskriterien und konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Bau- und Wohnbereich. Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen die Richtlinien für Möbel, Holz und Holzwerkstoffe, Farben und Lacke sowie Grüne Energie mit besonderem Fokus auf Holzheizungen. Gerade im Möbelbereich gewinnt die Frage nach Herkunft, Verarbeitung und Inhaltsstoffen zunehmend an Bedeutung.

Umweltzeichen-Stand Bauen+Wohnen 2026 Salzburg
© Ernst Leitner / Umweltzeichen

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über zertifizierte Produkte und Betriebe zu informieren. Besonders stark nachgefragt war die aktuelle Informationsbroschüre „Nachhaltige Tischlerbetriebe“. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein interaktives Quizrad. Besucherinnen und Besucher konnten ihr Umweltwissen testen und kleine nachhaltige Give-aways gewinnen. Ein weiteres Highlight war das durchgängige Messegewinnspiel: Zu gewinnen gab es einen Aufenthalt im Hotel Vier Jahreszeiten in der Therme Loipersdorf.

Besonders erfreulich war die starke Präsenz von Umweltzeichen-Lizenznehmerinnen und -Lizenznehmern auf der Messe. Viele von ihnen hatten eigene Stände und warben aktiv mit ihrer Zertifizierung.

Talkshow "Wie umweltfreundlich sind unsere Möbel": Nachhaltigkeit im Tischlerhandwerk

Unter dem Motto „Wie umweltfreundlich sind unsere Möbel?“ fand am Samstag, 06. Februar 2026, eine Diskussionsveranstaltung auf der Show-Bühne in Halle 10 statt. Im Zentrum stand der Beitrag der umweltzertifizierten Salzburger Möbeltischler zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Veranstaltung machte deutlich: Nachhaltiges Handwerk ist möglich – und wirtschaftlich erfolgreich.

Moderiert wurde die Diskussion von Laura Serra, die die unterschiedlichen Perspektiven aus Handwerk, Beratung, Wissenschaft und Wirtschaft gekonnt zusammenführte.

Referenten Talkshow Bauen+Wohnen 2026 Salzburg
© Ernst Leitner / Umweltzeichen

Tischlermeister Robert Plattner, Geschäftsführer der Holzhandwerk Plattner GmbH, sieht die Umweltzeichen-Tischler als Vorreiter ihrer Branche. Neben handwerklicher Präzision und Kreativität zeigten sie ein starkes Engagement für Klima- und Umweltschutz.

Einen fundierten Einblick in die Richtlinien gab Dr. Susanne Stark, Chemikerin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) und Expertin für die Erstellung der Umweltzeichen-Kriterien. Sie erläuterte, dass Betriebe strenge ökologische Anforderungen erfüllen müssen, um ausgezeichnet zu werden. Das verarbeitete Holz müsse aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Für Einsatzstoffe gebe es klare Ausschlusslisten, um gesundheits- und umweltgefährliche Chemikalien zu vermeiden.

Einen besonders praxisnahen Beitrag lieferte Ing. Martin Hiebler von der HIEBLER Consulting & Trading GmbH. Als langjähriger Umweltzeichen-Berater weiß er, dass die Umsetzung der Kriterien eine ganzheitliche Betrachtung betrieblicher Prozesse erfordert. Das Umweltzeichen beginne nicht erst beim fertigen Produkt, sondern bereits bei der Materialauswahl. Es betreffe energieeffiziente Produktionsabläufe ebenso wie emissionsarme Oberflächenbehandlungen und eine transparente Dokumentation.

Merlin Schönthier-Richter vom umwelt service salzburg hob die unternehmerischen Vorteile von Energie- und Ressourcenmanagement hervor. Effizienzmaßnahmen seien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv.

Auch DI (FH) Matthias Jessner vom Holzcluster Salzburg sieht großes Marktpotenzial für hochwertige heimische Hölzer. Regionale Materialien schafften nicht nur einen besonderen Wohlfühlfaktor, sondern leisteten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Talkshow zeigte eindrucksvoll, dass nachhaltiges Tischlerhandwerk keine Zukunftsvision ist, sondern gelebte Realität. Das Österreichische Umweltzeichen fungiert dabei als verbindendes Element zwischen Handwerk, Beratung, Wirtschaft und Konsumentenschaft. Das Signal aus Salzburg ist klar: Wer heute baut, wohnt und einrichtet, sollte nachhaltig denken – und das Österreichische Umweltzeichen bietet dafür eine verlässliche Orientierung.

Teilnehmer*innen:

  • DI (FH) Matthias Jessner, Holzcluster Salzburg
  • Merlin Schönthier-Richter MSc. PISEP, umwelt service salzburg
  • Dr. Susanne Stark, Chemikerin, VKI
  • Ing. Martin Hiebler, Umweltzeichen-Berater HIEBLER Consulting & Trading GmbH
  • Meister Robert Plattner, Holzhandwerk Plattner GmbH,
    Umweltzeichen-zertifiziert für die Salzburger Tischlerküche
  • Moderatorin: Laura Serra