Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck a.d. Mur
Dr. Theodor Körner-Straße 448600 Bruck an der Mur
Steiermark, Österreich

Die Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck/Mur wurde am 10. Oktober 1900 als Höhere Forstlehranstalt für die österreichischen Alpenländer eröffnet und hat in ihrer wechselvollen Geschichte einen wesentlichen Beitrag zum Wohl des österreichischen Waldes geleistet. Seit 1974 wird die Schule in der aktuellen Form als höhere berufsbildende Schule geführt.
Die Schule besteht aus dem Hauptgebäude, welches sich in einen Altbau und einen Neubau gliedert, sowie weiteren Nebengebäuden. Im Neubau befinden sich die meisten Klassenräume und der Turnsaal mit angeschlossener großer Aula. Dieser ist ein reiner Holzbau mit viel Licht und offenen Flächen. In den Nebengebäuden befinden sich zusätzliche Labore, Räumlichkeiten für den praktischen Unterricht und moderne EDV-Arbeitssäle. Die Schule wird ergänzt um ein modernes Internat bestehend aus insgesamt 3 Gebäuden und einem ca. 1,5 ha großen Schulpark samt Sportanlagen.
Unsere Schülerinnen und Schüler erwerben in einer 5-jährigen Regelform, oder in einem 3-jährigen Aufbaulehrgang, neben einer umfassenden Allgemeinbildung, die notwendigen Kenntnisse für eine moderne Waldbewirtschaftung in einem sich verändernden Klima und für Aufgaben im Natur- und Umweltschutz. Schulautonome Gestaltungen und moderne Unterrichtsmethoden entwickeln und fördern zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Teamarbeit, soziales Lernen, Selbständigkeit, Kommunikations- und Präsentationstechnik, sowie Problemlösungsorientierung.
Zwei große Lehrforste mit einer Waldfläche von ca. 740 ha stehen den Schülerinnen und Schülern für eine praxisnahe Ausbildung zur Verfügung. Von der manuellen Arbeit bis zur Betriebsplanung und von der Jagd bis zum Produktmarketing werden alle Möglichkeiten des Lehrforstes in den Unterricht eingebunden. Gut ausgestatte Werkstätten und moderne Arbeitsmaschinen garantieren zusätzlich eine hochqualitative forstpraktische Ausbildung. Im Lehrforst befindet sich auch die Waldschule, welche unsere Schülerinnen und Schüler im Freigegenstand „Waldpädagogik“ zur Verfügung steht und ihnen die Möglichkeit gibt, zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen zu werden.
Die schulischen Aktivitäten umfassen aber auch Fachexkursionen ins In- und Ausland, Lehrausgänge, Intensivsprachwochen und Sportwochen. Regelmäßig nehmen unsere Schüler/-innen an Sportwettkämpfen (Waldarbeit, Fußball, Langlauf, Beachvolleyball, Laufen, ...) oder Kulturfahrten teil. Unseren Schüler/-innen wird zusätzlich die Möglichkeit geboten, ihre musikalischen Talente beispielsweise in der Jagdhornbläsergruppe zu verwirklichen.
Mehr denn je wird in Zukunft die Gewährleistung der Multifunktionalität des Waldes Bedeutung erlangen. Neben der Holzgewinnung und der Bereitstellung von Bioenergie aus dem Wald sind der Schutz vor Naturgefahren (Hochwasser, Lawinen, Rutschungen) sowie die Aufrechterhaltung der Wohlfahrts- (Trinkwasser, Klima, Luftreinhaltung, etc.) und Erholungswirkungen besonders wichtig. Für die Bewirtschaftung des komplexen Ökosystems Wald sind daher Fachleute mit Wissen über die Zusammenhänge gefragt. Unser Anliegen ist es daher, unsere Schüler/-innen auf diese Zukunftsanforderungen vorzubereiten.
Somit fühlen wir uns stets unserem Motto verpflichtet – Bildung braucht Wurzeln!