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Nachhaltiger Messestand als grünes Signal für die Messebranche

Ab 1. Jänner 2017 können Messestände mit der neuen Umweltzeichen-Richtlinie UZ75 „Green Stands“ für den Messestandbau zertifiziert werden.

Messen sind für Unternehmen ein wichtiges Mittel der Werbung und Kommunikation und dienen dazu, direkten Kontakt zu Kunden oder Partnern zu pflegen. Auch Neuigkeiten und Produktinnovationen können hier einem großen Publikum vorgestellt werden. Bei der Präsentation ist der Messestand ausschlaggebend. Für Unternehmen, die beim Bau ihrer Messestände Wert auf Nachhaltigkeit legen, gibt es nun eine neue Umweltzeichen-Richtlinie: UZ75 Green Stands.

Firmen können ihren Messestand künftig zertifizieren lassen, wenn sie bei ihrem Messestand besonderen Wert legen auf:

  • Verwendung wiederverwendbarer oder recycelbarer Materialien,
  • Abfallvermeidung,
  • Energiesparen und
  • CO2-Verringerung.

Maßgeblich beteiligt an der Ausarbeitung der Kriterien war I.M. Austria, die Interessengemeinschaft der Messe- und Live-Marketing-Spezialisten in Österreich. „Die Richtlinie des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings und Green Events brachte uns auf die Idee, auch Messestände auszuzeichnen.“, sagt Birgit Hölzl-Zech von I.M. Austria. „Nachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften wird bei uns groß geschrieben.“ In einem Pilotprojekt mit dem Unternehmen FAIRTRADE Österreich wurde bei der Messe „Alles für den Gast“ im Herbst 2015 die Umsetzung eines nachhaltigen Messestandes bereits erfolgreich in der Praxis getestet.

Umwelt- und gesundheitsfreundlich

„Oft wird für Messestände Material verwendet, das nach nur einmaligem Einsatz im Abfall, also auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen landet“, erklärt Barbara Dusek vom Verein für Konsumenteninformation. „Die Schwerpunkte der Richtlinie liegen auf der Vermeidung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken bei der Produktion und Entsorgung des Standes.“ Halogenierte Kunststoffe dürfen nicht eingesetzt werden; wenn Holz verwendet wird, muss dieses zu mindestens 50% aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen (Ausnahme Recyclingholz). Bei der Verpackung gilt: Der Einsatz von Einwegfolien wird auf ein Mindestmaß begrenzt. Ein Mobilitätskonzept für alle Einsätze des Standes muss darlegen, wie erforderliche Fahrten optimiert und Emissionen eingespart werden.

Auch die Firma Schiff Fair Success GmbH war an der Ausarbeitung der neuen Umweltzeichen-Richtlinie beteiligt. „Mir ist es wichtig, nicht über Mülltrennung, sondern über Müllvermeidung nachzudenken“, sagt Geschäftsführerin Sabine Sturm. „Reziprozität ist uns ein großes Anliegen.“ Damit bei der Architektur des Standes nicht „Schluss ist mit Nachhaltigkeit“ ist, könne jedes lizenzierte Messebauunternehmen seine Kunden auch zu einem nachhaltigen Betrieb des Standes direkt auf der Messe beraten, ergänzt Barbara Dusek vom VKI. „Die Möglichkeiten reichen hier von Verzicht auf gedruckte Werbematerialien oder billige Give Aways bis hin zur Nutzung umweltfreundlicher Anreise und Unterkünfte der Stand-Mitarbeiter.“ Das unterstütze auch das Bestreben der EU nach einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft, so Dusek.

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http://www.imaustria.at/
http://www.schiff.at/
https://www.umweltzeichen.at/cms/de/green-meetings-und-events/content.html