Volksschule Wolfsbach

Schulstraße 2
3354 Wolfsbach
Niederösterreich, Österreich
Lizenz
  • UZ-LizenzS 203

Die Volksschule Wolfsbach ist ein Ort des gemeinsamen Lernens in angenehmer Atmosphäre. Bei uns ist es wichtig, dass die SchülerInnen ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Erworbenes Wissen wird in Form von Projekten und Workshops vertieft. Bei der Wahl unserer Kurse für Kinder und der Weiterbildung der Lehrerinnen wird in erster Linie an die Umwelt gedacht. Workshops wie z.B. „Klimaschutz in der Schultasche“, „Vom Holz zum Papier“, „Mülltrennworkshops“, „Wurm Augustin“ und Workshops mit den Bäuerinnen wurden bereits wiederholt durchgeführt. Auch der „Klimaclown“ und ein Umwelttheater fanden bei den Kindern großen Anklang.

Durch die Zusatzangebote „Gesunde Ernährung“, „Chor“, „Darstellendes Spiel“ und „10-Fingersystem“ werden individuelle Begabungen und Interessen geweckt und gefördert.

Beim schulstufenübergreifenden, bewegten Lernen im Lernkarussell setzen sich die Kinder selbständig mit den Lerninhalten auseinander. Schulversammlungen werden monatlich mit der gesamten Schule durchgeführt.

Weitere Schwerpunkte sind Integration, PC-Lernen ab der ersten Klasse und das Lesen.

Auf regelmäßiges Zwischenturnen in den Klassen und Bewegungspausen im Freien wird großer Wert gelegt. Für eine gesunde Haltung der Kinder werden in unserer Schule Stehpulte angeboten und jährlich nachgekauft.

Konzentrationsübungen, Umwelterziehung, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und Verantwortung gegenüber Mensch und Natur lassen die Kinder Situationen besser wahrnehmen und bewältigen.

Unsere Umweltleistungen

Das haben wir für die Umwelt / für das Umweltzeichen bereits umgesetzt:

Schon 2007 wurde mit dem Bau der Beeren-Naschhecke begonnen. Von Beginn an wurden die Kinder einbezogen. Mit Gummistiefeln und Schaufeln ausgestattet waren sie mit Begeisterung bei der Sache.

In den nächsten Jahren folgten die Kräuterspirale, die Kartoffel- und die Blumenpyramide. Zum Projektabschluss „Kräuterfeen im Wichtelreich“ im Schuljahr 2014/15 gab es ein großes Schulfest mit unterschiedlichen Kräuterstationen im ganzen Haus und der Segnung der Kräuterspirale.

Der Garten wird laufend von den Klassen betreut. Die Kinder säen aus, pflegen, jäten und verarbeiten die Ernte im Fach „Gesunde Ernährung“ zu köstlichen Speisen. Auch in letzter Zeit, in der Zusatzangebote nicht durchgeführt werden durften, standen die Gartenanlage, der schulnahe Wald und Bach für die Kinder jederzeit als Lernort zur Verfügung.

Für das Mostviertel passend wurde im Schuljahr 2009/10 unser Apfel- und Birnensaftprojekt durchgeführt. Seither klauben die Kinder jeden Herbst das Fallobst bei den umliegenden Bauern und im Schulgarten. Gepresst, zu Apfelsaft verarbeitet und in Pfandflaschen gefüllt, wird der Saft in einer regionalen Firma in einem Nachbarort. Die Kinder erwerben den gepressten Saft dann zum Selbstkostenpreis in unserer Schule.

Im folgenden Schuljahr nahm eine Klasse an einem Science Gartenprojekt teil. Zwei Studentinnen der Universität für Bodenkultur Wien ließen die Kinder viel ausprobieren. Mit Ferngläsern beobachteten SchülerInnen Vögel und ihre Nester bei Bauernhöfen, bauten für die Gärten der Eltern Insektenhotels, Wildbienenhäuser oder Nistkästen, züchteten Schmetterlinge, stellten eine Kamera beim Vogelhaus am Schulfenster auf und platzierten einen Igeltunnel im Schulgarten.

Bei einem „Hundeprojekt“, das sich ebenfalls über ein Schuljahr erstreckte, kamen wöchentlich zwei Hunde mit ihrer Betreuerin aus einer Hundeschule zu Besuch, die Kinder lernten viel dabei.

Bei uns im Ort gibt es viele Möglichkeiten, die von einzelnen Klassen immer wieder genutzt werden, z. B. Wildbienen beobachten, den Imker im Ort besuchen, bei der Schafschur oder beim Mostpressen zusehen, eine Führung in der Gärtnerei mitmachen, Hühnerbauernhöfe besuchen usw.

Verantwortung zu übernehmen und ihre sozialen Fähigkeiten zu erweitern lernen die Kinder nicht nur in den Klassen, sondern auch bei den Seniorenbesuchen beim „Betreuten Wohnen“ im Ort, die seit dem Schuljahr 2014/15 immer wieder durchgeführt werden.

Sehr bereichernd war auch das Projekt Herzensbildung, an dem die ganze Schule zwei Jahre lang teilnahm.

Im Schuljahr 2019/20 gestaltete eine Klasse im Rahmen des Sachunterrichtes in einem Faltkarton ein Modell eines Schulgartens nach ihren Vorstellungen. Sie verwendeten dazu ausschließlich Abfallstoffe und Naturmaterialien. Dieses Werk wurde anlässlich eines Wettbewerbs im OÖ Landesmuseum in Linz prämiert.

Im letzten Jahr lag der Schwerpunkt auf der psychosozialen Gesundheit mit den Themen „Achtsamkeit“ und „Safer Internet“. Dazu gab es ein Theaterstück und Workshops.

 

Der Umweltgedanke wird von den älteren Kindern an die jüngeren Kinder weitergegeben. Im Buch „Was machen wir heute? Wie leben wir morgen?“ werden Geschichten, mehrere Quiz und Tipps rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UNO in kindgerechter Form aufbereitet. Jede Klasse wurde mit einem Buch ausgestattet, aus dem regelmäßig vorgelesen wird. So erhalten die Kinder immer wieder Inspiration für neue Projekte.

Müll zu sammeln und zu trennen ist für die Kinder ganz selbstverständlich. Durch zahlreiche schulische Aktivitäten tragen die SchülerInnen ihr Wissen in ihr familiäres Umfeld weiter und wirken in dieser Hinsicht erzieherisch und als Vorbild auf ihre Eltern ein.

Bei einem Gang durchs Haus erkennt man an den Werkstücken, Zeichnungen, Arbeitsunterlagen, Versuchsstationen, Naturmaterialien, dass die Kinder in die Umsetzung der verschiedenen Aktivitäten einbezogen werden und diese sehr engagiert umsetzen.

Auch im selbst getexteten Schullied singen alle sehr gerne die Reime ihrer schulischen Aktivitäten, wie z.B. „Hecken schneiden“ – „Müll vermeiden“, „Kräuter essen“ – „Frischluft messen“, „viel bewegen – auch im Regen“, …

 

Wir wussten, dass wir in vielen Bereichen den Anforderungen entsprechen würden, daher war das gesamte Umweltteam bereit, sich der Herausforderung zu stellen. Die gemeinsame Zielerreichung war den Kindern und Erwachsenen, ein wichtiges Anliegen. Nun freuen wir uns sehr, dass wir Umweltzeichen-Schule sein dürfen und werden den Gedanken in diesem Sinne weiterleben.