Architekturzentrum Wien
Museumsplatz 11070 Wien
Vienna,
Das Architekturzentrum Wien im MuseumsQuartier ist das österreichische Architekturmuseum. Es zeigt, diskutiert und erforscht, wie Architektur und Stadtentwicklung das tägliche Leben aller Menschen prägen.
Das breite Programm des Az W versteht sich als Brücke zwischen Fachwelt und Alltagsexpert*innen. Auf einer Fläche von 2000 m2 präsentiert das Az W internationale Themenausstellungen, die neue Schausammlung „Hot Questions – Cold Storage“ und insgesamt über 500 Veranstaltungen im Jahr.
Das Az W hat sich international als herausragender Ort zur Vermittlung und Erforschung von Architektur etabliert. Es bietet ein umfangreiches Service für Forscher*innen und alle Architekturinteressierten. Dazu zählen eine öffentliche Fachpräsenzbibliothek, die online Baudatenbank „Architektur Austria Gegenwart“, das online Architekt*innenlexikon sowie eine einzigartige Sammlung zur österreichischen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts.
Our environmental performance
Fragen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, alternative Energiekonzepte, Maßnahmen gegen den Klimawandel und für Klimaanpassung oder auch Fragen zum sparsamen Flächenverbrauch in Architektur und Stadtplanung sind Themenbereiche, die wir im Rahmen unserer Ausstellungen, Forschungsprojekte, Symposien, Workshops, Vorträge,
Diskussionen und Exkursionen im Stadtraum oder auch in Ausstellungsführungen verhandeln und der breiten Öffentlichkeit näherbringen.
Seit 2019 widmet sich das Az W in einer Reihe vielbeachteter Ausstellungen den gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Architektur. Den Auftakt bildete „Critical Care. Architektur für einen Planeten in der Krise“ (2019), die das Konzept der Fürsorge auf Architektur und Urbanismus übertrug. Es folgten „Boden für Alle“ (2020–2023) zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Boden, „Yasmeen Lari. Architektur für die Zukunft“ (2023) über klimaresiliente und ressourcenschonende Bauweisen sowie „Über Tourismus“ zur Frage nach den Auswirkungen des Tourismus auf Umwelt und gebaute Lebensräume. Mit „Suburbia. Leben im amerikanischen Traum“ (2025) untersuchte das Az W die sozialen und ökologischen Folgen des Einfamilienhausmodells, während „Reichtum statt Kapital. Anupama Kundoo“ (2025/2026) eine Architektur vorstellte, die auf lokale Ressourcen, Kreislaufwirtschaft und soziale Verantwortung setzt. Gemeinsam zeigen diese Ausstellungen das langjährige Engagement des Az W für nachhaltige, zukunftsorientierte Architektur.
Auf der europäischen Ebene engagiert sich das Az W seit Jahren im Advisory Board und in der Jury des Preises der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur „EU Mies-Award. Europas beste Bauten“ und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die nachhaltigste Architekturpraxis, nämlich Umbau und Sanierung, stärker in den Fokus rückt.
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Prinzip der Ausstellungsgestaltung im Az W. Materialien werden bewusst ausgewählt, wiederverwendet und in neue Kontexte überführt. So entstand für „Yasmeen Lari. Architektur für die Zukunft“ (2023) eine leichte, demontierbare Szenografie aus Holz und Leinen, deren Elemente später in weiteren Ausstellungen wiederverwendet wurden. Auch die modularen Systeme von „Boden für Alle“ (2020–2023), die Möbel von „Tatiana Bilbao Estudio“ (2021–2022), Materialien aus „Suburbia“ (2025) sowie Module der ehemaligen Dauerausstellung fanden neue Einsatzorte. Mit diesem konsequenten Reuse-Prinzip setzt das Az W ein klares Zeichen für ressourcenschonendes und nachhaltiges Ausstellungsdesign.
Das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wird auch im operativen Betrieb und in unserer täglichen Museumsarbeit großgeschrieben. Wir gehen sorgsam mit Ressourcen um, sei es mit Wasser, Energie, Verpackung oder Büromaterial. „Reduce,
reuse, recycle“ ist unser Motto speziell auch was den Ausstellungsbau betrifft, Wieder- und
Weiterverwendung ist das Mittel erster Wahl. Es werden bevorzugt Produkte mit Umweltzeichen (Österreichisches Umweltzeichen, Blauer Engel, EU Ecolabel etc.)
eingekauft und es wird bewusst mit zertifizierten Partner*innen zusammengearbeitet.
ECO-Label-Slogan
Das Bauen ist aktuell für einen großen Teil des globalen Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Soweit die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass ressourcensparende Architektur ein riesen Hebel in der Klimakrise ist. Das Architekturzentrum Wien beschäftigt sich in seinen Programmen intensiv damit, was Architektur dazu beitragen kann, die Zukunft zu reparieren und den Planeten mit seinen Bewohner*innen am Leben zu erhalten.