gedeckter Galatisch_Esterhazy
© Bianchi

Weihnachtsfeier mit dem Plus

Mit Herbstbeginn – kaum ist der August vorbei, wird man unausweichlich mit Weihnachten konfrontiert – Lebkuchen liegen in den Regalen der Supermärkte und in der Arbeit erhält man eine Terminankündigung für die Weihnachtsfeier. Es ist also an der Zeit, das Fest, das für viele Firmen zum Highlight des Jahres gehört, zu planen – und warum sollte man dabei nicht auch an die Umwelt denken?

Genuss und Nachhaltigkeit – kann das zu einem harmonischen Dank an die Mitarbeiter gelingen?

Im Grunde braucht man die Weihnachtsfeier nicht völlig umzukrempeln, es genügt an kleinen Schräubchen zu drehen.

Die Location als Grundlage

Zuerst wäre da die Location. Neben etlichen Möglichkeiten in einem umweltfreundlichen Betrieb zu essen, gibt es inzwischen auch viele Initiativen, die besonders Wert auf soziale Faktoren legen. Das geht von der Betreuung Langzeitarbeitsloser oder Menschen mit Behinderung bis zur Integration von Flüchtlingen (z.B.: Magdas Hotel). Folgende Locations sind sogar beides- umweltfreundlich und sozial engagiert:

Michls Café Restaurant und Catering

Seminarhotel Wesenufer

Außerdem ist es von großem Vorteil, wenn der Ort einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln (auch zu späterer Stunde) noch erreichbar ist. Sollte Ihr Traumlokal doch etwas abseits liegen, überlegen Sie die Organisation einer gemeinsamen Anfahrt mit einem Bus oder Shuttle. Das spart nicht nur Treibhausgase sondern so können die TeilnehmerInnen bequem und sicher an- und abreisen.

Wien im Winter
© Umweltzeichen

Nachhaltiger Genuss

In alle Umweltzeichen – Locations oder von allen zertifizierten Caterern werden Sie auch mit ausgezeichnetem Essen versorgt – hier können Sie sicher sein, dass mit allen wertvollen Ressourcen – von Energie bis Abfall und natürlich auch mit den Lebensmitteln sorgsam umgegangen wird. Außerdem stoßen Sie sicher auf offene Ohren, wenn es um Sonderwünsche in der Menü-Planung geht: denn auch wenn die Weihnachtsfeier Lohn für das Engagement der MitarbeiterInnen sein soll – es muss nicht immer nur Fleischiges serviert werden. Ein klimafreundliches und gesundheitsbewusstes Buffet liegt im Trend:

Bestellen Sie eine Getränke-Auswahl aus attraktiven nicht-alkoholischen Getränken, z.B. selbst gemachten Limonaden, regionalen (Bio-)Weinen, Craft Bieren von kleinen Brauereien, Kaffee aus fairem Handel. Fragen Sie dabei nach Marken in Großgebinden oder Mehrwegflaschen und verzichten Sie auf Dosen oder Einweg-Plastik.

Auch wenn im Dezember manche Produkte in Österreich nicht mehr frisch vom Feld kommen: Aus Kürbissen, Kohlsorten, Zuchtpilzen, Wintersalaten, Wild und Geflügel lassen sich auch hervorragende Speisen kreieren. Wer möchte um diese Jahreszeit schon Erdbeeren oder Spargel am Tisch sehen? Bieten Sie beim Essen außerdem vegetarische oder sogar vegane Alterativen an.

Und wenn Ihnen die Suche nach einem Fisch, den man noch bedenkenlos verspeisen kann, zu unübersichtlich ist: verzichten Sie ganz auf Meeresfisch und Meeresfrüchte. Abgesehen von der ökologisch bedenklichen Situation sind diese auch oft stark mit Quecksilber und anderen Schwermetallen belastet.

Geschenke und Co

Wenn die Weihnachtsfeier dazu genützt wird, MitarbeiterInnen zu belohnen oder zu beschenken, überlegen Sie sich statt der nächsten überzähligen Trophäe einen weniger materiellen Dank: Eine Gutschein für ein schönes Erlebnis oder eine Spende an ein Umweltprojekt. Und falls es doch etwas Handfestes sein soll: Bevorzugen Sie Objekte von regionalen Handwerkern oder Künstlern, oder fair hergestellte Artikel, zum Beispiel aus der Green Gimmix Datenbank.

Mit wenigen, einfachen Kniffs kann man also bereits einige Maßnahmen setzen, damit die Weihnachtsfeier nicht nur für Ihre MitarbeiterInnen ein Erfolg wird, sondern auch für die Um- und Mitwelt.