Reinigungsmittel in der Gemeinde Mäder
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G'hörig putzen im Ländle

"Wir wollen eine Umweltmustergemeinde sein!" Nach diesem Leitspruch engagiert sich Mäder seit gut 20 Jahren für den Umwelt- und Klimaschutz.

Die Vorarlberger Mittelschule Mäder wurde bereits 2004 zum ersten Mal mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Seither hat diese Vorzeigeschule bereits drei Folgeprüfungen des Österreichischen Umweltzeichens mit Bravour gemeistert.

VMS Mäder Front

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Gebäudemanager Martin Stark, der sowohl für die Schule als auch für die Gemeinde zuständig ist, ist mit Leib und Seele dabei. Wer ihm zuhört, merkt nicht nur, dass er sich unglaublich gut mit der Materie auskennt, sondern auch hundertprozentig überzeugt davon ist. Seine Begeisterung für ökologische Reinigung ist ansteckend – als er uns den „Mercedes“ unter den Putzautomaten zeigt, der seit neuestem zum Equipment der Schule gehört, möchte man das Gerät am liebsten gleich selber ausprobieren.

Gebäudemanager Martin Stark und Schuldirektor Manfred Martin

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Auch der Direktor der Schule, Manfred Martin, fachsimpelt gerne mit seinem Kollegen: „Ökologie ist fest im Lehrplan verankert. Deswegen brauchen wir Menschen, die dafür sorgen, dass dieses Prinzip in allen Bereichen der Schule greift. Dazu gehört natürlich auch die Reinigung.“

Reinigungsmittel

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Aber was bringt nachhaltig reinigen eigentlich?

Da in Mäder ökologisch reinigen nicht nur eine von vielen Richtlinien ist, die man befolgen muss, sondern bereits seit zwei Jahrzehnten fest in der Gemeinde verankert ist, gibt es langfristige Erfolge: So mussten die Böden der Schule erst zwei Mal grundgereinigt werden, was auf die die nachhaltige Pflege zurückzuführen ist. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Material und den Geldbeutel.

Waschraum der VMS Mäder

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Schulung & Kommunikation sind wichtig

Allerdings bringt das beste System nichts, wenn es nicht umgesetzt wird. Deswegen wird in Mäder Wert auf Schulungen gelegt. Martin Stark erzählt, dass es „auf die Kommunikation im Team ankommt. Nur wer genau weiß, was zu tun ist, und auch versteht warum, kann die Vorgaben erfolgreich umsetzen.“ Dadurch können die verwendeten Reiniger und Materialien stetig verbessert werden. Manchmal gibt es dabei Überraschungen, wenn zum Beispiel eine Reinigungskraft besorgt nachfragt, dass sie die Reinigungsmittel immer noch nicht nachfüllen musste. Martin Stark konnte sie beruhigen – die verwendeten Mittel sind tatsächlich so effizient. Auch die Qualität spielt natürlich eine Rolle.

Gemeindeamt Mäder: Amtsleiter Helmut Giesinger und Bürgermeister Rainer Siegele

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Bürgermeister Ing. Rainer Siegele fasst zusammen: "Ökologisch reinigen macht auch in ökonomischer Hinsicht Sinn: Wir sparen damit nicht nur Chemie, sondern auch Geld. Das geht aber nur, weil die verwendeten Mittel auch wirklich gut reinigen.“ Das weit verbreitete Argument, dass es ohne Chemiekeule nicht geht, kann man also getrost vergessen.

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Gemeinde als Vorbild

Sich auf den Lorbeeren ausrasten wird man sich in Mäder aber nicht. Das nächste Ziel ist es, über die Anforderungen des Österreichischen Umweltzeichens sogar noch hinauszugehen. Siegele: „Wir machen auch jetzt schon mehr als wir müssen. Aber es gibt immer noch viel zu verbessern. Wir sind uns auch bewusst, dass wir in der Gemeinde eine Vorreiterrolle einnehmen und erleben oft, wie auch Privathaushalte von uns lernen.“

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