Einsetzen von Kräutern in einen Topf
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Gemüse auf dem Höhenflug

An Balkongeländern klettern grüne Ranken, aus Töpfen und Blumenkisten sprießen Blätter mit viel Begeisterung und wenigen Quadratmetern pflanzen Balkongärtner Paradeiser, Kräuter und Salat. Auch wenn die erste Ernte bereits vorbei ist, in geschützten Lagen kann man im August noch pflanzen und säen.

BalkongärtnerInnen holen sich ein Stück Natur in die Stadt. Das frische Grün ihrer Kräuter und Gemüse zeichnet Farbtupfer in das dumpfe Grau der Fassaden und bereichert den Speisezettel. Die Temperaturen liegen in den Städten um mindestens 0,5°C höher als im Umland. Damit verlängert sich die Vegetationszeit und es kann sogar ein zweites Mal ausgepflanzt werden.

Als Pflanzgefäße eignen sich allerlei ausgediente Behältnisse. Kreative GärtnerInnen nutzen Lebensmittelkisten ebenso wie alte Kunststoffsäcke, große Dosen aus der Gastronomie und sogar aufgeschnittene Milchpackungen. Oder man kauft passende Pflanzgefäße im Fachhandel. Ob frostbeständiger Ton, glacierte Keramik, Kunststoff oder Metall ideal sind quadratische oder rechteckige Formen, um den vorhandenen Raum gut nutzen zu können. Jedes Pflanzgefäß, das im Freien aufgestellt wird, braucht ein Abflussloch, damit die Pflanzen nicht ertrinken. Als Erde empfehlen sich torffreie Kultursubstrate, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet sind.

Für eine späte Pflanzung geeignet

Johann Czink betreibt eine Gärtnerei im oberösterreichischen Kirchberg und erzeugt eine Vielzahl an Kräutern, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet sind. Er empfiehlt für eine späte Pflanzung in erster Linie Salate: Salat braucht jetzt etwa sechs bis acht Wochen, bis er erntereif ist. Sie können ganz nach persönlichem Geschmack noch verschiedene Sorten setzen, wie Kopf-, Eis- und Pflücksalate, Endivien, Zuckerhut, Chinakohl, Rucola oder Asia-Salate. Später im Herbst kann man noch Vogerlsalat anbauen und den ganzen Winter über ernten, oder auch Spinat.

Bei Kräutern sollte man zu Mehrjährigen greifen, rät Johann Czink. Mehrjährige Kräuter, wie Oregano oder Thymian sind winterhart. Sie ziehen zwar bei Frost ein, aber sind im Frühjahr schnell wieder da. Gartenkresse kann ebenfalls noch immer nachgesät werden.

Aller Anfang ist leicht
Der Balkon sollte nicht zu schattig sein. Ideal ist eine Süd-Ost-Ausrichtung. Pflanzen Sie nicht zu dicht. Schließlich soll sich das zarte Pflänzchen zu einem kräftigen Salatkopf entwickeln können. In ein 6o cm breites Balkonkisterl passen etwa drei Salatpflanzen.

Gießen und Düngen

Die beste Zeit zum Gießen sind die frühen Morgenstunden. Füllen Sie die Kanne nach dem Gießen gleich wieder mit Wasser, sodass es eine angenehme Temperatur bekommt. Eine Mulchschicht, z.B. mit Heu, Stroh oder zerkleinerten, getrockneten Grünpflanzen, schützt die Erde vor dem Austrocknen.

Tipp!!
Internationale Gartenbaumesse Tulln

Viele Tipps und Tricks zum Schwerpunkt Ökologischer Garten finden sich auf der Tullner Gartenbaumesse, die heuer von 23. bis 27. August stattfindet. Auch das Österreichische Umweltzeichen ist mit einem Infostand vertreten. www.gartenbaumesse.at