Treffen des Fachausschusses
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Nachhaltige Finanzprodukte - Überarbeitung der Kriterien

Die Umweltzeichen-Richtlinie UZ49 Nachhaltige Finanzprodukte wird derzeit überarbeitet. Primäres Ziel ist dabei einerseits die Anpassung der Kriterien an aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen (z. B. klimarelevante Adaptierung der Ausschlusskriterien) sowie andererseits die Erweiterung der auszeichenbaren Produktgruppe (um Green Bonds sowie Spar- und Giroprodukte).

Am 25. September 2019 fand der Fachausschuss anlässlich der alle vier Jahre stattfindenden Überarbeitung der Richtlinie UZ 49 – Nachhaltige Finanzprodukte statt. Primäres Ziel ist dabei einerseits die Anpassung der Kriterien an aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen (z. B. klimarelevante Adaptierung der Ausschlusskriterien) sowie andererseits die Erweiterung der auszeichenbaren Produktgruppe (um Green Bonds sowie Spar- und Giroprodukte).

Rege Teilnahme an Kriteriendiskussion

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI), der für die inhaltliche Kriterienentwicklung sowie die Administration des Österreichischen Umweltzeichens im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zuständig ist, hat den Multi-Stakeholder-Austausch organisiert und konnte rund fünfzig Personen gewinnen, die sich aktiv in die Überarbeitung eingebracht haben.

Das Interesse war bereits im heurigen Frühsommer merklich hoch als im Rahmen einer Online-Konsultation über zweihundertzwanzig Rückmeldungen und Kommentare abgegeben wurden.

Bei dem nun über dreistündigen, physischen Treffen kamen ExpertInnen und Stakeholder aus der Fondsindustrie, der öffentlichen Verwaltung sowie der Zivilgesellschaft zusammen, um über zentrale Inhalte und Kernpunkte der Richtlinie zu diskutieren. Zum besseren Verständnis wurde die derzeit stattfindende Überarbeitung kontextualisiert und präsentiert, welche aktuellen Entwicklungen es derzeit in Österreich und auf europäischer Ebene im Green und Sustainable Finance Bereich gibt.

Die Diskussion war lebhaft und konstruktiv - bei manchen sehr kontrovers diskutierten Punkten konnte ein Konsens oder ein Kompromiss gefunden werden, bei manch anderen Aspekten ist noch eine weiterer Austausch (z.B. mittels Online-Tools) nötig, um ein letztgültiges Stimmungsbild zu generieren, das dazu dienen soll einen möglichst breit akzeptierten Kriterienvorschlag vorzulegen.

Ziel ist jedenfalls, dass die neue Richtlinie vom Umweltzeichenbeirat Mitte Dezember inhaltlich beschlossen wird und somit planmäßig am 1. Jänner 2020 in Kraft treten kann.

Erfolgreiches Umweltzeichen

Das Österreichische Umweltzeichen 49 für Nachhaltige Finanzprodukte wird seit 2004 vergeben und verzeichnet in den letzten fünf Jahren starke Zunahmen bei der Zahl der zertifizierten Produkte: waren im Jahr 2014 noch 48 Finanzprodukte zertifiziert, hat sich diese Zahl 2018 verdoppelt. In den vergangenen eineinhalb Jahren sind weitere 28 Produkte zertifiziert worden sodass derzeit (Stand Oktober 2019) 126 Finanzprodukte zertifiziert sind.

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