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Greenwashing-Check: Meldemöglichkeit für Konsumenten

Seriöse staatliche Umweltzeichen sind ein wichtiges Instrument um Green Washing zu vermeiden. Deswegen ist es dem Österreichischen Umweltzeichen auch wichtig, die aktuelle Green Washing Initiative des VKI zu unterstützen.

Der VKI bietet die Möglichkeit, Fälle von Greenwashing online zu melden. Im Rahmen einer monatlichen Serie wird diesen Beispielen nachgegangen und geprüft, ob es sich um Greenwashing handelt oder nicht.

Aktiv gegen Greenwashing

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten erwarten ökologisch und ethisch korrekt erzeugte Produkte. Für Unternehmen wird es daher zunehmend wichtig, sich als nachhaltig zu präsentieren. Doch der schöne Schein hält einer kritischen Betrachtung nicht immer stand. Daher haben unsere Kolleginnen und Kollegen vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) den Greenwashing-Check lanciert. Künftig wird der VKI Monat für Monat im Rahmen eines Greenwashing-Checks jene schwarzen Schafe aufzeigen, die versuchen, sich „grüner“ zu machen als sie tatsächlich sind. Konsumentinnen und Konsumenten haben dabei die Möglichkeit, dem VKI dreiste Werbeversprechen zu melden und auf deren Wahrheitsgehalt abklopfen zu lassen. Details zum ersten Greenwashing-Check und ein Meldeformular gibt es ab sofort auf www.vki.at/greenwashing.

Die Ziele des Greenwashing-Checks

„Mit dem Greenwashing-Check wollen wir einen Beitrag zur Information und Sensibilisierung von Konsumentinnen und Konsumenten leisten – und sie einladen, uns mögliche Fälle von Greenwashing zu melden“, erklärt VKI-Umweltexperte Raphael Fink die Zielsetzung des Projektes. „Außerdem ist es uns ein großes Anliegen, Unternehmen durch die Konfrontation dazu anregen, sich tatsächlich in Richtung gelebter grüner Praxis zu entwickelt. Und nicht zuletzt wollen wir auf Lücken in den rechtlichen Rahmenbedingungen aufmerksam machen und durch Bewusstseinsbildung dazu beitragen, diese zu schließen.“

Im Rahmen des Greenwashing-Checks wird der VKI künftig regelmäßig grüne Verspechen von Unternehmen, Labels und Produkten faktenbasiert hinterfragen und dahinterliegende Strategien sichtbar machen.

Die 7 Strategien des Greenwashing

  • Versteckte Kompromisse: Produkte werden mit umweltfreundlichen Aspekten beworben. Andere, weniger „grüne“ Produkteigenschaften werden verschwiegen oder negiert.
  • Fehlende Beweise: Etikettierungen wie „grün“, „nachhaltig“ oder „klimaschonend“ sagen ohne Zertifizierung einer unabhängigen (!) Stelle im Grunde nichts über die tatsächlichen Gegebenheiten aus.
  • Vage Aussagen: Es werden unklare und oft missverständliche Aussagen wie „nachhaltigere Baumwolle“ verwendet, die zwar gut klingen, aber nicht automatisch gleichbedeutend mit ökologisch produzierter Ware sind.
  • Irrelevanz: Es wird eine Angabe verwendet, die zwar wahr ist, aber keine Aussagekraft besitzt. Beispiel „FCKW-frei“: Hier wird damit geworben, dass ein Produkt eine Substanz nicht enthält, die ohnehin verboten ist.
  • Das kleinere Übel: Ein Produkt wird mit einem anderen, noch weniger umweltfreundlichen verglichen, damit Ersteres in einem besseren Licht erscheint.
  • Lügen: Es werden sachlich falsche Aussagen getätigt, die Verbraucher gezielt in die Irre führen.
  • Irrelevante Labels bzw. Fake-Labels: Eine Vielzahl an Labels erschwert es Konsumentinnen und Konsumenten, zwischen seriösen und unseriösen Zertifizierungen zu unterscheiden.