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Bildung für eine nachhaltige Entwicklung beginnt im Kindergarten

Kinder können sich für Umwelt und Natur begeistern. Die Richtlinie UZ 303 ist eine Auszeichnung im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der SDGs. Es geht um Wissen und Handeln im Alltag zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheitsvorsorge, Bildungsqualität und Beteiligung.

Kindergärten sind in vielen Bereichen sehr engagiert, trotzdem ist es nicht immer einfach, die Anforderungen einer anspruchsvollen Zertifizierung zu erfüllen, manchmal fehlt einfach die Zeit für die konkrete Umsetzung der Umweltzeichen-Vorgaben. Gründe dafür sind u.a. Personalmangel oder die Folgen von Corona. Trotzdem haben bereits 12 Kindergärten die Zertifizierung geschafft.

Die Richtlinie wird derzeit überarbeitet, die „heiße Phase“ ist jetzt im September. Prinzipiell funktioniert derzeit die Umsetzung der Kriterien gut, daher gibt es wenig Änderungsbedarf. Folgende Punkte sind aber in Diskussion:

  • Fortbildung der Mitarbeiter:innen zu Biodiversität und Klimaschutz
  • Bei Neugestaltung von Grünflächen auf Biodiversität achten (verpflichtend), Gutpunkte für Begrünungs- und Biodiversitätsmaßnahmen im Bestand
  • Mehr Punkte, wenn mind. 50% Bioanteil beim Essen im Kindergarten erreicht wird
  • Weniger Fleisch bei der Verpflegung
  • Kinderrechte mit Bezug zu SDGs sollen angesprochen werden
  • Punkte für das Einhalten des klima-aktiv Baustandards für Bildungseinrichtungen
  • Das Umweltzeichen-Team ist bei geplanten baulichen Maßnahmen zu informieren, damit bei Neubau, Zubau oder Sanierung optimale Informationen zu aktuellen Baustandards hinsichtlich Nachhaltigkeit und Pädagogik übermittelt werden können.

Den Status der Arbeiten und den derzeitigen Kriterien-Entwurf sehen Sie unter: www.umweltzeichen.at/kindergarten/revision. Dort gibt es auch eine Mail-Adresse, wenn Sie Anregungen zu den Kriterien haben.

Die Anforderungen der Umweltzeichen-Richtlinie bestehen aus Muss- und Soll-Kriterien. Für die Sollkriterien gibt es je nach Aufwand der Umsetzung oder der Wichtigkeit der Anforderungen eine bestimmte Anzahl von Punkten. Bei der Erstprüfung sollen künftig etwa ein Drittel aller theoretisch möglichen Sollpunkte erreicht werden, bei den Folgeprüfungen über 40 % (nach jeweils vier Jahren).

Weitere Informationen: www.umweltzeichen.at/kindergarten