Informationen zur Antragstellung UZ 43 Hartschaum-Dämmstoffe aus polymeren Rohstoffen

Untenstehend finden Sie alle relevanten Informationen zur Richtlinie und zur Antragstellung.

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Warum gibt es ein Umweltzeichen für diese Produkte?

Dämmstoffe dieser Richtlinie dürfen nicht im Innenraum oder auf der Fassade verwendet werden. Ihre Anwendung ist auf Bereiche beschränkt, die wasserabweisende Eigenschaften erfordern und die durch konstruktive Lösungen beim Einbau einen selektiven Rückbau für die stoffliche Verwertung oder Wiederverwendung ermöglichen. Auf diesem exponierten Anwendungsfeld - Sockel, Perimeter, Umkehrdach, unter der Fundamentplatte und Bereiche erhöhter Druckbelastung (z.B. bei Parkdecks) - dominieren nahezu ausschließlich synthetische Dämmstoffe auf Basis fossiler resp. polymerer Rohstoffe. Jene mit einer erheblich besseren ökologischen Performance sollen mit dem Umweltzeichen sichtbar gemacht werden.

Was kann ausgezeichnet werden?

Hartschaumdämmstoffe aus polymeren Rohstoffen mit einer Wärmeleitfähigkeit von weniger als 0,035 W/mK, die ohne halogenierte organische Verbindungen, mit einem GWP > 1, geschäumt sind und die wasserabweisende Eigenschaften aufweisen. Die Form ist dabei variabel, es können Platten, Schüttungen, Gussformen u.a. sein.

Was sind die Anforderungen?

Halogenierte Treibmittel, die die Erde stärker als CO2 erwärmen, Phtalate als Weichmacher und problematische Farbstoffe dürfen nicht eingesetzt werden. Der gesetzlich vorgegebene Flammschutz kann nur durch wenige, harmlose Chemikalien oder durch eine Fixierung in die Polymerstruktur des Dämmstoffmoleküls, ohne Kontamination der Umwelt, gewährleistet werden. Die Dämmeigenschaften müssen zu einer überdurchschnittlichen Schonung von Ressourcen führen.
Die globale Erwärmung je Einheit Dämmleistung, der Ozonabbau, Photosmog, die Versauerung von Boden und Wasser, die Eutrophierung, die Verknappung von fossilen Energieträgern und abiotischen Ressourcen unterliegen relativ ambitionierten Grenzwerten, die auf Basis produktspezifischer Daten nach einer standardisierten Methode berechnet werden.
Emissionen bei der Herstellung, Art und Menge der eingesetzten Energie müssen nach modernsten Methoden erfasst werden. Kontaminationen der Innen- wie der Außenluft, Belastungen für Umwelt und Gesundheit während der produktiven Arbeit, sind erheblich engere Grenzen gesetzt als sie durch gesetzliche Vorgaben möglich wären.
Planung und Bauausführung erhalten eine Mitverantwortung über die ökologische Gesamtperformance dieser Dämmstoffe, indem sie durch die Art des Einbaues die stoffliche Verwertung und das Recycling nach dem Gebrauch mitbestimmen. Denn die Herstellerin resp. die Lizenznehmerin ist bei Einhaltung der empfohlenen Einbauvorgaben verpflichtet, diese Umweltzeichendämmstoffe zurückzunehmen und einer Wiederverwendung oder einem stofflichen Recycling zuzuführen. Der aus fossilen Rohstoffen hergestellte Dämmstoff kann auf diesem Weg in seiner Endphase nicht zu einem fossilen Brennstoff, wie Kohle, Erdöl oder Erdgas, mutieren, sondern erfährt eine ökologische Aufwertung durch die Entstehung neuer Produkte, deren Umweltlasten wie Klimaerwärmung durch konventionelle Bereitstellung anteilig substituiert werden.

Details dazu finden Sie in der Richtlinie.

Weitere Informationen

Richtlinie UZ 43 Hartschaum-Dämmstoffe aus polymeren Rohstoffen

Informationsblatt zur Antragstellung mit der Beschreibung aller relevanten Schritte.
Prüfprotokoll
Liste der Prüfstellen
zur Erstellung des Gutachtens
Nutzungsgebühren

Zum Online-Antrag

Informationsblatt zur Antragstellung mit der Beschreibung aller relevanten Schritte

Unter dem Button „Online-Antrag“ können Sie sich zum ersten Mal registrieren und durch Bekanntgabe einer Email-Adresse Ihr Interesse bekunden.
Nachdem Sie diese Adresse registriert haben, können Sie einen Antrag anlegen. In diesem Online-Antrag werden dann folgende Daten zusammengeführt und verwaltet:
Adresse und Kontaktdaten Ihrer Firma und einer Ansprechperson, Angaben zu Ihren Produkten, Informationen für das Marketing und unsere Webseite (Texte, Bilder etc.), Dokumente, die als Nachweise für das Umweltzeichen nötig sind und Ähnliches.
Diese Daten müssen Sie erst dann vollständig ausfüllen, wenn Sie einen verbindlichen Antrag zur Freigabe an den VKI stellen.



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