© Naturfreunde Internationale

Zukunft verantwortlich mitgestalten

„Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“ – was bedeutet das in der täglichen Schulpraxis? Antworten gibt Hanna Malhonen aus dem Bildungsministerium.

„Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“ – 2014 wurde der entsprechende Grundsatzerlass des Bildungsministeriums neu konzipiert und aktualisiert. Doch was steht hinter diesem etwas sperrigen Begriff und was bedeutet das in der täglichen Schulpraxis? Antworten darauf gibt das ÖKOLOG-Programm, das die „Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“ mit Leben erfüllt.

„ÖKOLOG – Österreichs größtes Netzwerk für Schule und Umwelt – wurde bereits in den 1990er-Jahren vom Bildungsministerium initiiert“, erklärt Hanna Malhonen, die im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung das ÖKOLOG-Programm betreut. Im Jahr 2000 sind die ersten Schulen dem Netzwerk beigetreten. Das Programm gibt Schulen Impulse für eine nachhaltige ökologische und soziale Schulentwicklung. „Damit nachhaltige Entwicklung zur Schulkultur wird. Wir wollen vom Einzelprojekt zum ökologischen Alltag und vom Einzelaktivisten zum Schulteam“, wie Hanna Malhonen betont. „Denn das Ziel des ÖKOLOG-Programmes ist, dass die Umweltbildung in der Schulentwicklung und im Schulprogramm verankert wird.”

Den Blick fürs Ganze öffnen

Viele Schulen setzen bereits einzelne Umweltprojekte um – das ÖKOLOG-Programm bietet Hilfestellungen, um diese Initiativen in der Schule zu vernetzen und letztendlich den Weg in Richtung einer ökologischen Alltagskultur und nachhaltigen Lebensweise zu gehen. Durch diverse Projekte in vielfältigen Aktionsbereichen leisten die Schulen einen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen globalen Herausforderungen sowie zur Erreichung der 17 Ziele für eine bessere Welt (Sustainable Development Goals). Nach dem Motto „eigenständig denken – bewusst handeln“ wirkt das nachhaltige Denken und Handeln der Schülerinnen und Schüler und der Lehrenden auch außerhalb der Schule – in der Familie, im Freundeskreis, in der Gemeinde.

© Naturfreunde Internationale

Ein Umwelt-Zeichen setzen

„Über 550 Schulen sind im ÖKOLOG-Netzwerk aktiv. Das sind rund zehn Prozent aller Schulen“, sagt Hanna Malhonen stolz. ÖKOLOG-Schulen zeigen nach außen, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist. Und viele von ihnen gehen noch einen Schritt weiter: Sie streben eine Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen an. Hanna Malhonen: „Das ÖKOLOG-Programm bietet eine gute Basis und unterstützt die Schulen auf ihrem Weg zum Österreichischen Umweltzeichen. Diese Zertifizierung ist quasi die Krönung des Engagements der Schulen in Sachen Nachhaltigkeit.“

https://www.oekolog.at/