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Die Österreich-Rallye "in Grün" - ein Überblick

Die Naturfreunde International tourten im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus durch ganz Österreich. Überzeugen Sie sich selbst vom Engagement umweltbewusster Bildungseinrichtungen. Bei den Besuchen entstanden Videos und Interviews.

Diese Arbeiten dokumentieren die Vielfalt der Ideen für den Schutz der Umwelt in unserem Land. Eine Rundschau kann durchaus Impulse für eigenes Tun bringen! Und gleichzeitig ist damit die Tour nachhaltig präsent. Die Stationen dieser Rallye in Grün können Sie auch in einem Schnelldurchgang hier erleben. Gleich geht die Österreich-Fahrt los!

Ans Herz gelegt. Im Umweltdachverband denken Menschen intensiv an den Schutz des Wassers, die biologische Vielfalt, den Reichtum der österreichischen Kulturlandschaften sowie an eine naturverträgliche Energiewende. Ergebnisse der Gedankengänge sind hilfreiche Publikationen zum Thema Umweltbildung. Sie können jeder Pädagogin und jedem Pädagogen nur ans Herz gelegt werden.

„Grüne Pädagogik“. Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik im 13. Wiener Gemeindebezirk. Hier werden Pädagogen und Pädagoginnen in Sachen Ökologie- und Umweltthemen geschult. Sie vermitteln in Zukunft jungen Menschen Fähigkeiten, um eine vielfältige und nachhaltige Landwirtschaft zu realisieren sowie um Modelle für zukunftsfähige Lebensstile zu entwickeln.

Schule. Modern. Die business.academy.donaustadt im 22. Wiener Gemeindebezirk ist eine Pilotschule in Sachen Umweltzeichen. Im Unterricht stehen aktuelle Umweltthemen auf der Agenda. Die Ergebnisse werden auf einem „Umweltbaum“ im Stiegenhaus präsentiert. „Vital4Brain“? Bei dieser Aktion zeigen Schüler ihren KollegInnen, wie man mit einfachen aktivierenden und entspannenden Übungen den Kopf fit fürs Lernen macht! Coole Idee – finden nicht nur wir!

Schwein haben. Wer möchte nicht einmal einem Wildschwein oder gar den süßen Frischlingen unbekümmert relativ nahekommen? Im Naturpark Sparbach sind diese Begegnungen möglich. Respekt vor dem Tier wird vermittelt. Dadurch gibt es auch keine Schwierigkeiten beim Zusammentreffen mit größeren und kleineren Schweinen!

Natur. Freiheit. Praxiskindergarten in Pressbaum, am Stadtrand von Wien. Die Philosophie hier: Mit der Natur leben, von der Natur lernen, in der Natur aktiv sein. Daher halten sich die Kinder täglich im Freien auf – und zwar zu allen Jahreszeiten!

Fast wild im Wald. Der Nationalpark Thayatal bietet den Besucherinnen und Besuchern sehr viel, zum Beispiel auch das neu eröffnete Wildkatzencamp am Waldrand. In diesem können zwei Schulklassen übernachten, Lagerfeuerromantik inklusive nach Erkundungen der Natur am Tag!

Gekonnte Rest-Verwertung. Bewusste Haushaltsführung am Puls der Zeit steht in der Landwirtschaftliche Fachschule Sooß im Fokus. Im vergangenen Schuljahr startete die Aktion „Bewusst und nachhaltig einkaufen“. Dabei ging es auch um die Verwendung von „Restln“ in der Küche. Dazu haben die Schüler hilfreiche, g‘schmackige Rezepte für eine Broschüre zusammengetragen!

Kinder schauen über die Brücke
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Milchtrinker! Wir schauen uns in der Höheren Bundeslehranstalt Elmberg bei Linz um. Frage: In der Schulpause Milch trinken? Ja, voll cool! Vor allem wenn sie wie in dieser Schule aus einem Automaten kommt, der Milchmixgetränke anbietet. Und zwar aus frischer Milch aus dem schuleigenen, biologisch geführten Lehrbetrieb – so geht Nachhaltigkeit!

Fragen an die Zukunft? Mögliche Antworten dazu gibt es in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg. 16.000 Bücher warten auf Leserinnen und Leser. Wissen teilen und damit vermehren, heißt nachhaltige Bildung realisieren und ist ganz im Sinne des Namensgebers Robert Jungk, dem Pionier der Zukunftsforschung.

Basisarbeit. Wir kommen nach Hohenems, im westlichsten Bundesland Österreichs gelegen. Dort befindet sich das Bäuerliche Schul- und Bildungszentrum für Vorarlberg. Dort werden Menschen geschult, die in Zukunft an unserer aller Basis arbeiten werden, sprich in der Landwirtschaft. Ziel ist der zukunftsfähige Bauernhof!

Die Rettung unseres Planeten. Wir bleiben in Vorarlberg – und schauen bei Helmut Eisele vorbei. Er ist seit Anbeginn im Boot als Umweltzeichen-Berater dabei. Er stemmt sich aktiv gegen die Zerstörung der Umwelt. Deshalb unterstützt er Schulen auf ihrem Weg zum Österreichischen Umweltzeichen und hat ein eigenes Nachbetreuungskonzept entwickelt.

Tourismus light?!! Die Pädagogische Hochschule Tirol in Innsbruck organisiert eine Fortbildung zum wichtigen Thema „Tourismus und nachhaltige Entwicklung“. Lehrer und Lehrerinnen in der Tourismushochburg Tirol „lernen“ wie diese sensiblen Inhalte an Schüler und Schülerinnen vermittelt werden können. Dazu werden entsprechende Unterrichtskonzepte vorgestellt, die im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ agieren.

No plasti planet, please! Schüler und Schülerinnen der Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Tirol in Innsbruck positionierten sich in den Obst- und Gemüseabteilungen von drei Supermärkten und beschenkten die Kunden mit kreativ selbst gestalteten Mehrwerksackerln – in denen Äpfel und Bananen verstaut wurden! Zurückblieben nur die viel diskutierten Plastiksackerln. Dabei ergaben sich wichtige Gespräche zwischen den Kids und den Beschenkten! Aber auch im Klassenraum kann man Demokratie in der Innsbrucker Volksschule „lernen“.

Collage Umweltzeichen-Schule
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Erlebnis. Sport. Spaß. Die Nationalpark-Mittelschule Winklern ist aktiv im einzigartigen Naturpark Hohe Tauern in Kärnten. Hier steht ein Gletscherkurs am Programm: Die jungen Leute sind mit einem Ranger unterwegs und erleben eindrücklich die abschmelzende Pasterze. Aber auch Tiere des Hochgebirges sowie hochalpine Flora sind spannende Themen. Eine „gesunde, lokale Jause“ ist selbstverständlich! Und die Schule hat ein Alleinstellungsmerkmal: Sie ist die einzige Mittelschule in Kärnten, die den Prüfprozess zum Österreichischen Umweltzeichen durchlaufen hat.

Natur hautnah! Weiter geht’s in den Naturpark Hohe Tauern in Kärnten, dem größten zusammenhängenden Naturschutzgebiet Mitteleuropas. Dort gibt es eine „Klimaschule“ und eine „Wasserschule“ im Rahmen der Bildungsarbeit des Nationalpark-Schulprogramms. Kids erleben dabei Natur hautnah!

Morgen: Eine bessere Welt! Das Team im BRG Weiz greift Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 für eine bessere Welt auf und setzt diese auch um. Umweltpeers, also Schüler und Schülerinnen, denen ökologische Verantwortlichkeit ein persönliches Anliegen ist, entwickeln für die Schule Umwelt-Ideen. Aber die Schule kann auch mit einem Social Club, der einen Tauschflohmarkt organisierte, und einem „Repair-Café“ punkten. Über weitere Aktivitäten der Zukunftsträger lesen Sie bitte hier weiter:

Bepflanzungs-App. Die Bundesschulen Fohnsdorf warten mit einer Spezialität auf: einem vollautomatischen Hochbeet, mit dem die Schüler und Schülerinnen arbeiten! Der Roboterschwenkarm sät aus, bewässert, dokumentiert das Wachstum in Form von Fotos, entfernt das Unkraut. Und auch die Ernte kann man ihm getrost überlassen. Damit alles reibungslos klappt, haben die SchülerInnen eine entsprechende App produziert. Einfach super:

Lärmampel aktiviert! Ortswechsel: Von Vorarlberg ins Burgenland, und zwar in die Volksschule Oslip / Osnovna Škola Uzlop. Hier werden die Kinder ganz selbstverständlich zweisprachig über das Thema Nachhaltigkeit informiert. Hier regeln „Lärmampel“ die Lautstärke in den Schulpausen auf eine ganz besondere Art und Weise. Aber es gibt auch die wachsame „Lichtpolizei“ und die keinesfalls im Dunkeln arbeitenden „Mülldetektive“.

Rat & Tat. Eva Sinawehl, selbständige Umweltzeichen-Beraterin lenkt das in vielen Schulen vorhandene Umwelt-Engagement in Richtung Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Ist der „grüne“ Weg einmal eingeschlagen, steht Eva Sinawehl während des gesamten Prozesses der Bildungseinrichtung zur Seite!