VHS Donaustadt
© VHS Donaustadt

Volkshochschule Donaustadt: weil der Mensch nie auslernt

Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Volkshochschule Donaustadt ist die erste VHS, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen für außerschulische Bildungseinrichtungen zertifiziert ist. Ein schöner Erfolg im Jubeljahr 2012: Seit 125 Jahren begleiten Volkshochschulen die Bevölkerung mit Bildungsangeboten durchs Leben.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Volkshochschule Donaustadt ist die erste VHS, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen für außerschulische Bildungseinrichtungen zertifiziert ist. Ein schöner Erfolg im Jubeljahr 2012: Seit 125 Jahren begleiten die Volkshochschulen die Bevölkerung mit Bildungsangeboten durch das Leben.

Wer sich mit Umweltschutz beschäftigt, erkennt nach kurzer Zeit: Umweltschutz, das ist soviel mehr als nur Müll zu trennen. So ging es auch dem Team der Volkshochschule Donaustadt. Die Volkshochschule hatte sich zum Ziel gesetzt, das Österreichische Umweltzeichen für Außerschulische Bildungseinrichtungen zu erlangen, und hat im Zuge der Vorbereitungen ihre Bildungseinrichtung eingehend durchleuchtet. Programmmanagerin Karin Sattler von den Wiener Volkshochschulen erzählt, wie das Team herausgefunden hat, wo die Schwächen und Stärken in ihrem Haus liegen, welche Gegebenheiten akzeptiert werden müssen und wo man mit Veränderungen ansetzen kann.

Welche Bereiche wurden durchleuchtet?

Karin Sattler: Wir haben damit begonnen, den Energieverbrauch festzustellen. Das war gar nicht so einfach. Nachdem die Volkshochschule das Gebäude nur gemietet hat, ist es ziemlich schwierig, die Abrechnungen zu bekommen. Danach wurden Beleuchtungslisten erstellt und überlegt, wo und warum der Energieverbrauch in den letzten Jahren gestiegen ist und wie er reduziert werden kann. Auch wurde uns bewusst wie oft Licht angelassen wird wo es nicht notwendig ist.

Was wurde verändert?

Karin Sattler: Im Bereich der Mülltrennung haben wir aufgerüstet, wir bieten nun in jeden Kursraum und auch in den Büroräumen Müllbehälter für Papier und Restmüll, in den Gängen noch zusätzlich Behälter für PET Flaschen. Wobei wir aber in Zukunft PET Flaschen generell vermeiden wollen, bei Besprechungen werden Wasserkrüge und Gläser verwendet. Im Bereich Energie beginnen wir mit dem Tausch auf LED Lampen, soweit es möglich ist. Besonderes Augenmerk legen wir jetzt auch auf den Papierverbrauch und drucken so wenig wie möglich aus. Das Kursprogramm wird in geringerer Auflage gedruckt.

In welchen Bereichen gab es Schwächen?

Karin Sattler: Die größten Schwächen liegen im Bauzustand des Gebäudes. Die Fenster sind undicht, die Heizung überaltert. Doch in diesen Bereichen können wir derzeit nichts verbessern.

Wo liegen die Stärken?

Karin Sattler: Bei der Beschaffung waren wir schon sehr gut, bevor wir die Auszeichnung erhalten haben. Wir verwenden nur Papier, welches das Österreichische Umweltzeichen trägt.

Warum haben Sie sich um das Österreichische Umweltzeichen bemüht?

Karin Sattler: Es war eine Herausforderung, so etwas als Bildungsinstitut zu machen. Es reizte uns, in diesen Bereich in Wien Vorreiter zu sein und andere zum Nachmachen zu motivieren. Es war schön zu sehen, welch großes Bewusstsein für die Umwelt und Nachhaltigkeit bereits vorhanden ist und wir freuen uns auf die Herausforderungen die uns die Zukunft noch bringen wird.

Volkshochschule Donaustadt, Hollergasse 22, 1150 Wien, www.vhs.at/donaustadt