Schwarzstorch
© M.Graf. NP Thayatal.

Durchatmen-Erleben-Genießen-Lernen Teil II

… Sie waren schon in den vorgestellten Umweltzeichen-zertifizierten Bildungseinrichtungen? Sehr gut, dann geht`s hier gleich weiter mit den nächsten Highlights! Diesmal machen wir uns auf den Weg zum höchsten Berg in Österreich und zu nächtlichen Jägern im Thayatal.

Vorweg nochmal der Hinweis:

Walk the line. An die Regeln halten: Bitte halten Sie sich an die Verhaltensregeln der jeweiligen Schutzgebiete(!) und die derzeitigen gesetzlichen Covid19-Vorgaben der Bundesregierung. Alle Nationalpark Ranger*innen wurden speziell zu Corona-Schutzmaßnahmen geschult. Achten Sie auch auf die passende Ausrüstung(!) wie festes Schuhwerk, Trinkflasche, wetterfeste Kleidung, Fernglas und je nach Bedarf eine Jause.


NATIONALPARK Hohe Tauern Kärnten

Seit 1981 beeindrucken uns die Hohen Tauern als Nationalpark. Auf einer Fläche von 1.856km² - psst, das ist das größte Schutzgebiet in Mitteleuropa - erstrecken sich rund 300 Berggipfel über 3.000m Seehöhe, 551 Bergseen und 342 Gletscher. Darf`s noch mehr sein?

Pasterzentour
© Brozek Ruth. NP Hohe Tauern.

Zum Schauen & Staunen. Kommen Sie ins Besucherzentrum Mallnitz, ab 4.Juli täglich von 10 bis 18Uhr erfahren Sie in der Ausstellung "univerzoom" vieles zum Leben im Nationalpark Hohe Tauern. Oder Sie kommen nach Heiligenblut zum neueröffnetem "Haus der Steinböcke". Hier können Sie ab 4.Juli bis 30.September, täglich von 9 bis 18Uhr und ab 1.Okt. bis 31.Okt., täglich von 9 bis 17Uhr sich in der Ausstellung "Der König und sein Thron" auf die Spuren der Steinböcke begeben, sich auf der Aussichtsterrasse mit Blick auf den Großglockner bei regionalen Spezialitäten ausruhen oder sich noch ein flauschiges Steinbock-Maskottchen sichern. Die Besucherzentren bieten ideale Ausgangsbedingungen für die naturverträgliche Erkundung des Erlebnisraums Nationalpark sowie Bildungsarbeit im Zeichen des Arten-, Natur- und Klimaschutzes.

Steinbock Beobachtung
© Alexander Müller. NP Hohe Tauern.

Zum Wandern & Durchatmen. So, jetzt gehts ab raus in die Berge. Unsere Ranger*innen wurden speziell zu Corona-Schutzmaßnahmen geschult und freuen sich auf Sie. Es erwartet Sie der Gamsgrubenweg (2.400 m) ein hochalpiner Weg ohne nennenswerte Steigungen, der den Blick auf die beeindruckende Bergkulisse rund um den Großglockner ermöglicht. Eine botanische Rarität ist die Braya Alpina (Alpen-Breitschötchen) im Sonderschutzgebiet Gamsgrube welche im Juli/August blüht.

Mehr Bock auf Bock? Die frühmorgendliche Beobachtung eines Steinbocks aus nächster Nähe zählt zu den unvergesslichsten Erlebnissen im Nationalpark Hohe Tauern. Seit 1960 in den Hohen Tauern wiederangesiedelt, fühlt sich der „König der Alpen“ vor allem am Fuße des Großglockners wohl: mehr als 120 Tiere bilden hier die größte Steinbockkolonie im gesamten Nationalpark. Und genau hier, im Umfeld der Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte startet die morgendliche Steinwildbeobachtung mit einem erfahrenen Nationalpark-Wildhüter. Ein Naturerlebnis der Superlative, zu dem sich noch der „Anblick“ von Murmeltieren und mit etwas Glück von Steinadler und Bartgeier gesellt. Im Juni/Juli beeindrucken bei der Kräuterwanderung in Heiligenblut besonders farbenprächtige Blumenwiesen. Und wer sich "nur" zur Kaiser Franz-Josefs Höhe begibt, kann selbst dort Steinböcke, Murmeltiere und Alpendohlen beobachten!

Faszination Natur für Alle. Mit dem „Naturjuwel Stappitzer See“ wird heuer erstmals eine Inklusionswanderung inkl. Führung im Besucherzentrum Mallnitz angeboten. Auch für Kinder wird es nicht langweilig. Der Jungforscherclub für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren lädt zum Forschen, Entdecken und Spaß haben ein. Gemeinsam mit Nationalpark Ranger*innen geht es auf Abenteuertouren durch Wälder und Berge.

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Johann Keuschnig (johann.keuschnig@ktn.gv.at oder 0664 6202 359) zur Verfügung.


NATIONALPARK Thayatal

Der Nationalpark Thayatal garantiert gemeinsam mit dem tschechischen Národní park Podyjí den Schutz einer der schönsten, romantischsten und artenreichsten Tallandschaften. Kaum anderswo gibt es auf engstem Raum eine vergleichbare Vielfalt an Pflanzen und Tieren, wie hier an der Thaya. Die Natur kann sich hier ungestört ohne den Einfluss des Menschen entwickeln. Besucher sind eingeladen, zu sehen, zu staunen und sich zu erholen. Nehmen Sie sich Zeit, die schönste Seite der Natur kennen zu lernen und zu genießen. Nichts berührt uns wie das Unberührte.

Wildkatze
© D.Manhart. NP Thayatal.

Aktives Waldviertel! Alle Wanderwege im Nationalpark Thayatal sind geöffnet und begehbar. Der grenzüberschreitende Nationalpark Thayatal Radweg ist bis auf weiteres wieder geöffnet. Sie können auch gerne in das Nationalparkhaus in der Nähe von Hardegg kommen und sich den "Natur-Geschichten" und der Informationsstelle widmen.

Im Nationalpark breitet sich die Wildnis aus! Bei dieser Wanderung entlang des Themenweges am Henner erleben die Besucher, was es heißt, wenn die Natur sich selbst überlassen wird. Von einem Aussichtspunkt genießen die Teilnehmer einen herrlichen Ausblick auf Hardegg, die kleinste Stadt Österreichs. Immer an Feiertagen und Wochenenden ab 14Uhr. Achtung: Teilnahme begrenzt!

Wir sind Nachtaktiv. Dabei tauchen wir in eine Welt der nächtlichen Geräusche von Reh und Waldkauz, dem magischen Funkeln der Glühwürmchen und dem Schattenspiel von Mond und Bäumen ein. Gemeinsam kontrollieren wir einen Lockstock auf Haare und die Fotofalle auf Hinweise und Sie erfahren, warum sich diese Jägerin in den Wäldern des Thayatals wohl fühlt und wie sie ihre wichtigste Jagdbeute, die Mäuse, fängt. Die Wanderung führt uns entlang der Nationalparkgrenze direkt in den wilden Nationalparkwald - abseits der offiziellen Wanderwege! Den Abschluss der Tour bildet eine Nachtfütterung von Frieda & Carlo! Dabei erleben wir, wie geschickt die nachtaktiven Jäger durch die Dunkelheit streifen und mit welcher Kraft und Eleganz sie sich durch das Unterholz bewegen. Sie wissen von wem ich schreibe? Unsere Wildkatzen-Nachtwanderungen sind der Höhepunkt im Sommer!

Überstieg
© NP Thayatal.

Abenteuer in der Nacht. Wir führen auch unsere Kleinsten durch die versteckte Welt der Wildkatzen. Wie schon bereits erwähnt, werden an ausgewählten Terminen auch Kinder-Spezial Wildkatzennachtwanderungen angeboten. Bei unserem KINDER SPEZIAL ist das Programm speziell auf Kinder ausgerichtet: Im dichten Unterwuchs gilt es, versteckte Mäuse aufzuspüren, beim Lockstock entstehen lustige Fotofallenbilder. Natürlich sind auch Erwachsene herzlich willkommen! Begrenzte TeilnehmerInnenzahl, bitte rechtzeitig melden.

Wir sind auch Tagaktiv! In den Sommermonaten Juli und August bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit bei der täglichen Wildkatzenfütterung um 15:30 Uhr dabei zu sein. Davor oder danach bietet der neue große Abenteuerspielplatz beim Nationalparkhaus für Kinder jeder Alterstufe eine Vielzahl an spannenden Erlebnissen und Spielerfahrungen.

20 Jahre Kräuterfest. Der Nationalpark Thayatal lädt zum traditionellen Kräuterfest zu Maria Himmelfahrt (15.August.2020) in das Nationalparkhaus ein. Anlässlich des 20. Geburtstags begrüßt der Nationalpark heuer Johannes Käfer, Gartenprofi, Radio-Gärtner und Gärtner aus Leidenschaft mit seinem umfangreichen Fachwissen.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne Christina Waidinger (info@np-thayatal.at oder 02949 7005) zur Verfügung.

Ob ins Gebirge, in den Wald, ins Wasser oder auf die Wiese.
Wir vom Österreichischen Umweltzeichen Team wünschen Ihnen einen wunderschönen, abenteuerlichen und entspannten Sommer!