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Nachhaltige Investments mit Mehrwert

Mit einer Geldanlage etwas Gutes bewirken und trotzdem Rendite erzielen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich nachhaltige Finanzprodukte. Fonds mit dem sterreichischen Umweltzeichen schlieen Atomkraft, Rstungsgter, Gentechnik und Investitionen in Unternehmen oder Einrichtungen, die systematisch Menschen- oder Arbeitsrechte sowie zentrale politische, soziale oder kologische Standards verletzen, aus. Aktuell gibt es rund 50 Investmentfonds von 14 Instituten, die das Umweltzeichen tragen.

 

© Podium_GUT

Nachhaltigen Geldanlagen verfolgen zwei Ziele: das Kapital soll rentabel und sicher eingesetzt werden, und dies unter Bercksichtigung kologischer, sozialer und ethischer Kriterien. Derzeit wird das Angebot in sterreich von breit angelegten Fonds dominiert, die nach dem „Best in Class“- Prinzip unter Bercksichtigung von Ausschlusskriterien zusammengestellt werden. Das bedeutet, dass besonders umstrittene Bereiche von der Veranlagung ausgeschlossen werden. Von den verbleibenden Unternehmen werden die besten ins Portfolio genommen.

Neben den breit angelegten Fonds gibt es auch die sogenannten Themenfonds, die bestimmte Entwicklungen untersttzen, wie z.B. die beiden WWF-Fonds der Erste Asset Management. Sie investieren in Unternehmen mit klima- bzw. umweltrelevanten Produkten. Privatpersonen investieren vor allem in solche Themenfonds, weil sie Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energie oder Umweltschutz untersttzen wollen.

 

Wie sind die nachhaltigen Geldanlagen entstanden?

Den Anfang machten die Betriebsrte sterreichs 2002. Sie setzen sich fr die Einhaltung arbeitsrechtlicher Bestimmungen oder den Ausschluss von Spekulationen ein. Konsequenterweise forderten sie bei der Grndung der Vorsorgekassen, dass nur in Unternehmen investiert werden drfe, die diese Kriterien bercksichtigen. Auch heute sind die institutionellen Anleger Treiber der Entwicklung, allen voran Vorsorgekassen und betriebliche Pensionsfonds (77%), kirchliche Institutionen und Wohlfahrtsorganisationen (13%).

 

Wie haben sich die nachhaltigen Geldanlagen entwickelt?

Nachhaltige Geldanlagen haben in den letzten Jahren in sterreich stark zugelegt. 2013 hat sich das Volumen um 27 Prozent erhht; der Marktanteil ist gewachsen und betrgt nun 4,5 Prozent. sterreich nimmt damit im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Fr die kommenden drei Jahre gehen die Marktakteure von einem Wachstum von 44 Prozent aus.

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

1,20

1,40

1,17

0,78

2,07

2,43

4,28

5,12

6,61

Entwicklung Nachhaltiger Investmentfonds und Mandate in sterreich (Mrd. Euro). Quelle: Forum Nachhaltiger Geldanlagen (FNG)

 

Wie komme ich zu einer Entscheidung?

Nachhaltigen Investments knnen nicht mit dem Unterschied zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln verglichen werden - sie sind unterschiedlich zusammengesetzt. Kunden sollten sich zuerst entscheiden, welche Bereiche sie nicht untersttzen wollen. Ausgehend davon knnen sie Anlageprodukte auswhlen, vergleichen und das Richtige aussuchen. Gtesiegel wie das sterreichische Umweltzeichen bieten dazu einerseits eine einfache und rasche Orientierung und andererseits auch die notwendige Sicherheit, weil die Produkte durch unabhngige Stellen berprft werden.