© BMNT/Paul GruberBeim Schultaschenkauf um OSTERN auf geprüfte Produktqualität setzen. Gerade rund um Ostern ist ein gutes Infoservice für Eltern für den richtige Schultaschenwahl sehr hilfreich. "Insbesondere staatliche Umweltzeichen sind ein Garant für hohe Qualität und gelebte Nachhaltigkeit. 'Clever einkaufen für die Schule' ist eine erfolgreiche Initiative, von der alle profitieren – die Eltern, die Kinder und unsere Umwelt", unterstreicht Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.
© JH Naturrein Biogarten GmbHSeit rund 25 Jahre ist Umweltschutz im Büro ein Thema. Bis heute ist in den Büros viel geschehen, aber bei weitem noch nicht genug.
Büros sind Großverbraucher. Sie bieten genügend Potenzial, um mit Umweltschutz ökologische Trends zu beschleunigen. Das kommt allen zu Gute, der Umwelt, den Beschäftigten und den Betrieben. Das Österreichische Umweltzeichen verfolgt seit 1990 das Ziel, eine grundsätzliche Veränderung in Richtung umweltgerechte Produktion und Konsumation zu erreichen. Als erstes Produkt wurde 1991 der heute nicht mehr erhältliche graue „bene Ordner“ zertifiziert. Seither erfüllen mehr als 3.200 Produkte und Dienstleistungen die strengen Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens.
© photocase_complizeDie Papierproduktion war lange Zeit eine Ursache für Gewässerverschmutzungen. In Bürogeräten und beim Druckprozess kommen umweltbelastende Chemikalien zum Einsatz. Fünf Umweltzeichen-Richtlinien machen die Bereiche Büro, Papier und Druck umweltfreundlich.
Vom Bleistift bis zu Malfarben, vom Lineal bis zu Klebstoffen - mehr als vierzig Artikel des täglichen Gebrauchs in Büro und Schule können mit dem Umweltzeichen prämiert werden. Kriterien sind umweltfreundliche und dauerhafte Materialien sowie Qualität und reparaturfreundliche bzw. umweltgerechte Produktgestaltung.
Strengen Qualitätskriterien unterliegen Materialien, auf die Kraft ausgeübt wird (Metalle, hochwertige Kunststoffe): Sie müssen Mindestgarantiezeiten erfüllen und dürfen, wie alle übrigen Stoffe, keine gesundheitsgefährdenden chemischen Substanzen enthalten. Holz muss aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Kunststoffe müssen einen Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen oder Kunststoff-Recyclat aufweisen.
Ein ebenso wichtiges Kriterium ist die Produktgestaltung: Die Büro- und Schulartikel müssen zerlegbar, verwertbar, nachfüllbar und reparaturfähig sein. Außerdem muss es Ersatzteile für Verschleißteile geben.
Darüber hinaus werden durch das Umweltzeichen unnötige Verpackungen vermieden: Die Produkte kommen entweder ohne Verpackungen aus oder haben Verpackungen aus Recyclingkarton und stehen in einem sinnvollen Verhältnis von Verpackungsgröße zu Inhalt.
| Lizenznehmer | Land |
|---|---|
| Brevillier Urban & Sachs GmbH & Co KG | Burgenland |
| COLOP Stempelerzeugung Skopek Ges.m.b.H. & Co. KG | Oberösterreich |
| GEOtec Schul- und Bürowaren GmbH | Österreich |
| KORES CE GmbH | Wien |
| Pilot Pen (Deutschland) Gmbh, Niederl. Österreich | Wien |
| STABILO International GmbH, Vertriebsbüro Österreich | Wien |
| tesa GmbH Office 1/OG 5/TOP 537-545 | Wien |
| UHU Austria Ges.m.b.H. | Wien |
„Gesund sitzen“ bedeutet bei Bürostühlen mit dem Umweltzeichen zweierlei: Ergonomisch richtig sitzen und das auf Materialien, die mindestens zur Hälfte aus nachwachsenden Rohstoffen oder Sekundärrohstoffen bestehen.
Wird Aluminen statt Eisen oder Stahl verwendet, muss es einen Recyclinganteil von mindestens 30 Prozent aufweisen. Um das Recycling der verwendeten Materialien zu ermöglichen, müssen diese sortenrein wieder getrennt werden können. Daher sind Klebeverbindungen zwischen verschiedenartigen Stoffen sowie Verbundmaterialien nicht erlaubt.
Die ausgezeichneten Büroarbeitsstühle entsprechen den ergonomischen Anforderungen nach ÖNORM, haben gepolsterte Sitz- und Rückenlehnen (luft- und wasserdampfdurchlässig), sind leicht zu verstellen und informieren in einem Beiblatt über richtiges Sitzen. Darüber hinaus haben sie ein langes Leben, da die Verfügbarkeit von Ersatzteilen bis zehn Jahre nach Ablauf des Produktionszyklus garantiert werden muss.
Noch keine Zeichennutzer
Die Herstellung von Bürogeräten verbraucht viele Rohstoffe, Tinten und Toner können gesundheitsgefärdende Stoffe enthalten, viele Geräte verbrauchen im Leerlauf unnötige Energie – nicht so bei Bürogeräten mit dem Umweltzeichen. Denn sie sind garantiert
| Lizenznehmer | Land |
|---|---|
| Canon Austria GmbH | Wien |
| Konica Minolta Business Solutions Austria GmbH | Wien |
| Ricoh Austria GmbH | Wien |
| Xerox Austria GmbH BIZ ZWEI | Wien |
Telefonieren mit dem Festnetz ist nur dann Elektrosmog frei, wenn man keine digitalen Schnurlostelefone verwendet, da diese eine Quelle für starke elektromagnetische Strahlung im Hochfrequenzbereich sind.
Umweltzeichen-Schnurlostelefone haben eine begrenzte Sendeleistung, was keinesfalls den Telefonier-Komfort senkt, dafür aber die elektromagnetische Strahlung. Ebenso wird der Energieverbrauch in den jeweiligen Betriebszuständen minimiert. Außerdem dürfen sie nur Standard-Akkus verwenden, die vom Benutzer leicht ausgetauscht werden können.
Standard für das Umweltzeichen ist in jedem Fall: Weder in den Gerätekomponenten noch in der Verpackung gibt es umwelt- und gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe.
Noch keine Zeichennutzer
Ob Buch, Broschüre, Kalender oder Zeitung: Druckprozesse können durch die dabei verwendeten Chemikalien die Umwelt und die Gesundheit am Arbeitsplatz belasten. Druckerzeugnisse mit dem Umweltzeichen wurden vom Papier bis zum fertigen Produkt umwelt- und gesundheitsschonend hergestellt.
Umweltzeichen-Druckereien verwenden nur Papier, dessen Herstellung Wasser, Luft und Klima weniger belastet als durchschnittliches Papier. Um die Wiederverwertung des bedruckten Papiers zu ermöglichen, müssen sich bei Umweltzeichen-Druckerzeugnissen Toner und UV-Druckfarben beim Papierrecycling nachweislich vom Altpapier ablösen lassen. Folien und Klebstoffe, die das Recycling stören, sind nicht erlaubt.
Sowohl für die Umwelt- als auch für die Gesundheitsbelastung am Arbeitsplatz sind beim eigentlichen Druckprozess flüchtige organische Substanzen (VOC) verantwortlich, die auch Vorläufersubstanzen für die Bildung des bodennahem Ozons („Sommer-Smog“) sind. Da 45 Prozent VOC-Emissionen durch Isopropanol (IPA) verursacht werden, ist der Einsatz von IPA beschränkt.
Im Offset Druck entstehen auch bei der Reinigung der Druckmaschinen erhebliche VOC-Emissionen. Daher ersetzen Umweltzeichen-Druckereien herkömmliche Reiniger durch gesundheitsverträgliche und VOC-arme Produkte.
Papier für Bürokommunikation, Zeitungen und Magazine muss hohe Qualitätsanforderungen erfüllen - mit dem Umweltzeichen erfüllt es auch den besten Stand der Umwelttechnik. Es besteht zu 100 Prozent aus Recycling- oder gänzlich chlorfrei gebleichtem Papier, bei der Herstellung wird auf optimale und umweltgerechte Nutzung der Rohstoffe geachtet:
Bei der Herstellung aller Papiersorten gibt es strikte Beschränkungen für den Einsatz von gesundheits- oder umweltgefährdenden Chemikalien sowie strenge Grenzwerte für die Schadstoff-Belastung von Luft und Wasser.
| Lizenznehmer | Land |
|---|---|
| Arjowiggins le Bourray | Frankreich |
| Lenzing Papier GmbH | Oberösterreich |
| Mondi Paper Sales GmbH | Wien |
| UPM Kymmene Austria GmbH | Oberösterreich |
Ob für privat, das Büro oder die Schule: Vieles spricht für das Verwenden von Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen:
| Lizenznehmer | Land |
|---|---|
| "agensketterl" Druckerei GmbH | Niederösterreich |
| Biella-Falken GmbH | Deutschland |
| DIRECT MIND GmbH | Wien |
| Druckhaus Thalerhof GmbH | Steiermark |
| easy Schulstart e.U. | Burgenland |
| Esselte Office Products GmbH | Niederösterreich |
| Format Werk Gmbh | Oberösterreich |
| Karli Printi GmbH | Steiermark |
| Kliemstein Papierverarbeitungs GmbH | Steiermark |
| Messerle GmbH | Vorarlberg |
| PBS Holding AG | Oberösterreich |
Jährlich werden in Österreich mehr als 10 Millionen Tintenpatronen und Tonerkartuschen verkauft, der Großteil von ihnen landet nach einmaliger Verwendung im Müll. Das belastet nicht nur Haushalts- oder Geschäftsbudget, sondern auch gehörig die Umwelt: Bei drei bis viermaliger Wiederbefüllung können bis zu 40 Prozent CO2 eingespart werden, bei 15-maliger Wiederbefüllung bis zu 60 Prozent.
Gewerblich wiederbefüllte Tintenpatronen und Tonermodule mit dem Umweltzeichen schonen nicht nur die Umwelt, sie garantieren darüber hinaus minimale Schadstoffbelastung bei Herstellung und Nutzung sowie gleiche Druckqualität und -kapazität wie bei originalen Farbträgern.
Die verwendeten Tinten und Toner müssen die Richtlinien des Umweltzeichens für "Bürogeräte mit Druckfunktion“ (UZ 16) erfüllen. Sie enthalten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe und nur einen minimalen Anteil an Schwermetallen, daher ist beim Betrieb der Drucker die Belastung der Innenraumluft durch Schadstoffe unbedenklich.
| Lizenznehmer | Land |
|---|---|
| EMBATEX GmbH | Kärnten |
| Messerle GmbH | Vorarlberg |