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Gesund am Berg mit dem Umweltzeichen

Viele Umweltzeichenbetriebe sind in den Bergen angesiedelt. UrlauberInnen, die ein Umweltzeichen-Hotel buchen, sind meistens Naturfans, planen also oft Bewegung in der Natur der Berge. Gerade Bergsport kann der Gesundheit sehr zuträglich sein.
Dem Thema Bergsport und Gesundheit widmete der Österreichische Alpenverein ein ganzes Fachsymposium (https://www.alpenverein.at/portal/news/aktuelle_news/2016/2016_11_25_fachsymposium-bergsport-und-gesundheit.php). Insbesondere das Bergwandern stand im Zentrum der Diskussionen. Das Fazit der versammelten ExpertInnen: Wandern macht glücklich, gelassen und gibt Energie. Bereits eine einzige Wanderung von etwa drei Stunden ist nachweislich gut für die psychische Gesundheit.

Weg in den Alpen© Österreichisches Umweltzeichen 
Berge und Natur als Stimmungsaufheller
Nun ist es nicht sonderlich überraschend, dass Bergsport gesund ist. Aber bisher ist diese Annahme kaum wissenschaftlich überprüft worden. Offenbar wirkt die natürliche Umgebung der Berge als Stimmungsaufheller - man kann messen, dass die Stimmung steigt, gleichzeitig nehmen Angst und Antriebslosigkeit ab. Interessant ist, dass Bürotätigkeiten negative Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden haben. Ein Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Dr. Reinhold Fartacek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, empfahl im Rahmen des Symposiums sogar, Bergwandern in die therapeutische Behandlung aufzunehmen.
Zwar sind Trainingseffekte auch auf dem Laufband festzustellen (durch die Reduktion des Cortisolspiegels und die erhöhte Herzfrequenz), aber die stimmungsaufhellende Wirkung der Natur fehlt dabei. Offenbar wirkt also nicht nur der Faktor Bewegung positiv auf den Körper, sondern auch der Faktor Natur.

Bergwandern© Österreichisches Umweltzeichen 
Mehr als nur Bewegung
Interessant dabei: Die Anstrengung (gemessen an der erhöhten Herzfrequenz) war beim Bergwandern zwar objektiv höher war als am Laufband, wurde aber nicht als anstrengender empfunden. Was man daraus schließen könne: dass die schöne Umgebung beim Bergwandern von der körperlichen Anstrengung ablenken kann.
Gut ist, dass das Wandern bereits zu den drei häufigsten Sportarten in Österreich zählt: Rund 2,7 Millionen Menschen ab 15 Jahren wandern.
Die Redewendung „Es geht bergauf“ hat also etwas für sich.