Sie sind hier:

Von Kantinenkost zu regionaler Umweltzeichen- Qualität

Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat an insgesamt 19 nachhaltig wirtschaftende Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung das Österreichische Umweltzeichen verliehen. Insgesamt tragen nun schon über 100 Betriebe diese Auszeichnung und verpflichten sich dazu, möglichst viele Lebensmittel regional und nachhaltig zu beschaffen und ihre Betriebe insgesamt umweltfreundlich zu führen.

Die Umweltzeichen Strassenbahn mit ausgezeichneten Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen© BMNT/Strasser Robert

„Mehr als die Hälfte der Menschen isst außer Haus, vor allem mittags. Konsumentinnen und Konsumenten achten verstärkt auf gesunde Produkte aus nachhaltiger, regionaler Landwirtschaft oder von regionalen Gewerbebetrieben. Dieser Verantwortung sind sich immer mehr Großküchen und Kantinen bewusst: Sie setzen auf gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen Produkten, wirtschaften nachhaltig und fördern damit regionale Betriebe“, unterstreicht Bundesministerin Köstinger anlässlich der Preisverleihung.

Österreichische Mensen vor Umweltzeichen-Straßenbahn© Umweltzeichen

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann gratuliert den Mensen zur Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens: „Den jährlich rund vier Millionen Kundinnen und Kunden - zum Großteil aus dem Bereich der Studierenden - ist eine ökologische, gesunde und nachhaltige Verpflegung ein wichtiges Anliegen, dessen Bedeutung auch das BMBWF als Eigentümerressort der ÖMBG ein besonderes Augenmerk schenkt. Als Garant dafür dient unter anderem das Österreichische Umweltzeichen mit seinen strengen Auflagen. Dadurch werden nicht nur Studierende umweltbewusst verpflegt, sondern die Mensen tragen damit auch zu den Nachhaltigkeitskonzepten der Universitäten und Fachhochschulen bei.“

LandWirt Betriebsrestaurant der LWK NÖ© BMNT/Strasser Robert

Fakten Außer Haus Verzehr
Der außer Haus Verzehr in Österreich nimmt immer mehr zu. Bei der Befragung zum Lebensmittel-bericht 2017 gaben ca. 50 % der Frauen und über 60 % der Männer an, das Mittagessen außer Haus zu verzehren. Laut einer Befragung von Marketagent Online nehmen 24 % der Österreicherinnen und Österreicher regelmäßig eine Mahlzeit in Mensen oder (Betriebs-)Kantinen zu sich.
Im Rahmen der internationalen Studie Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) 2014 bei österreichischen Schülerinnen und Schülern im Alter von 11 bis 17 Jahren, gaben rund 4 % an, Speisen wie Pizza, Döner oder Burger täglich zu essen, 48 %, zumindest einmal in der Woche.

Landwirtschaftliche Fachschule Sooß© BMNT/Strasser Robert
Neuer Ökologischer Standard
Angesichts der Fakten zum außer Hausverzehr ist es besonders wichtig, dass hier ein Bewusstsein für nachhaltige und regionale Qualität Einzug hält: „Mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Gemeinschaftsverpflegung wurden neue umweltfreundliche Standards in dieser Branche gesetzt, die sich bereits in über 100 Betrieben von Pensionisten-Wohn- und Pflegeheimen über Mensen bis zu Betriebskantinen bewährt haben.“ so Köstinger.
Betriebe, die mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet sind, setzen eine Vielzahl an Maßnahmen vom Einsatz von regionalen und saisonalen Produkten über die Verwendung von Bio- und Fairtradeprodukten bis zur Nutzung von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln und zu Energie- und Wassersparmaßnahmen in der Küche. Neben dieser ökologischen Optimierung der betrieblichen Abläufe geht es beim Österreichischen Umweltzeichen aber auch darum, den Konsumentinnen und Konsumenten verlässliche und glaubwürdige Information zu geben. Das Umweltzeichen ist hier ein Fels in der Brandung in der Vielfalt der Werbeaussagen aber auch der Labels mit denen der Konsument konfrontiert ist. Strenge Anforderungen und unabhängige Überprüfung sind zwei Kernelemente des Umweltzeichens, die die Glaubwürdigkeit sicherstellen.

KWP Kuratorium Wr. Pensionistenwohnhäuser erfolgreich in Rezertifizierung© BMNT/Strasser Robert

Wirtschaftlicher Erfolg durch Nachhaltigkeit
Seit 1990 können umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet werden. Seitdem setzen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten auf Produkte mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Heute tragen mehr als 4.400 Produkte und Dienstleistungen das staatliche Öko-Siegel, mehr als 1.000 vorbildliche Betriebe erwirtschaften damit einen Jahresumsatz von rund 956 Millionen Euro. Das zeigt nicht nur, dass den Österreicherinnen und Österreichern der Umweltschutz ein großes Anliegen ist, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sind auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

ÖBB BahnBistro Praterstern© BMNT/Strasser Robert

Folgende Betriebe wurden am 4. Mai neu mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet:

Österreichische Mensen:
Österreichische Mensen - Rossauer Kaserne
Österreichische Mensen - M Café Mendel
Österreichische Mensen- M Café KUG, Graz
Österreichische Mensen - Mensa TU Rooftop und M-Café TU Graz
Österreichische Mensen - TGM Mensa & Buffet
Österreichische Mensen - Buffet Student Space
Österreichische Mensen - BG Seekirchen, Salzburg

Niederösterreich
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Raabs/Thaya
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Amstetten
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Pottendorf
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Scheiblingkirchen
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum St.Peter/Au
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Schrems
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Litschau
NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Ybbs/Donau 

Landwirtschaftliche Fachschule Sooß
Zum LandWirt (LWK NÖ)

Wien:

ÖBB BahnBistro Praterstern