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Stein auf Stein - dann wird das Haus bald fertig sein.

Heute wird im Kinderzimmer mit Bioblo gebaut. Bioblo? Noch nicht gehört? Nun, „Bioblo“ steht für „Biologischen Block“. Diese neuartigen Bausteine, die bunt und handlich daherkommen, wurden von drei innovativen Niederösterreichern entwickelt.

Drei junge Männer & eine coole Vision. Bei Bioblo trifft sich Kreativität mit Wissenschaft, Wirtschaftlichkeit und starkem Umweltbewusstsein: Hannes Frech, Msc. beschäftigt sich mit der Nutzbarmachung von nachwachsenden Rohstoffen und Bio-Kunststoffen am IFA Tulln, das zur Universität für Bodenkultur Wien gehört. Für seine Tochter hat er die Prototypen von Bioblo entworfen. Der Handelswissenschaftler Mag. Stefan Friedrich steuert sein Marketing-Wissen bei. Und die kreative Kraft im Dreier-Team ist der Designer Dietmar Kreil, Absolvent der Höheren Grafischen Lehranstalt in Graz. Unterhalten haben wir uns über Bioblo mit Mag. Friedrich.

Bioblo - die drei Gründer© Bioblo 

Ich bau mir die Welt, wie sie mir gefällt. Bauen fördert die gesamte Entwicklung des Kindes. Gleichzeitig baut es mit Bioblos aber auch an einer (seiner!) nachhaltigen Zukunft mit. Denn die Bausteine sind aus Bio-Fasal® gemacht. Stefan Friedrich erklärt: „Dabei handelt es sich um einen Werkstoff aus 100 % nachwachsenden bzw. wiederverwerteten Rohstoffen. Konkret besteht er zu 60 % aus Holzspänen heimischer Nadelbäumen aus nachhaltiger, PEFC-zertifizierter Waldbewirtschaftung und zu 40 % aus Recycling-Kunststoff. Dieser wird im Zuge eines ressourcenschonenden Up-Cycling-Prozesses aus ausgedienten Mehrwegbechern gewonnen.“ Produziert werden die Bioblos in Tulln und Zagreb. „Eine Verlagerung der Produktion nach Fernost lehnen wir kategorisch ab“, stellt Friedrich klar.

Kindgerecht. Entwickelt wurden die neuartigen Spiel- und Konstruktionsbausteine in Zusammenarbeit mit Schul- und KindergartenpädagogInnen. Kleine Baumeister und Baumeisterinnen können daher ab drei Jahren mit ihnen hantieren. Aber auch mit dem Mund „erkunden“, da die dazu notwendige Festigkeit vorhanden ist und die Größe so gewählt ist, dass ein Verschlucken ausgeschlossen ist. Die Steine eignen sich auch als Lernspielzeug, z. B. wenn es gilt Farben zuzuordnen: Bioblos zeichnen sich durch eine große Farbenvielfalt aus. Nicht nur dadurch können Buben und Mädchen zum Bauen animiert werden. Später, in der 1. Klasse Volksschule, können mit den Spielbausteinen einfache Rechenaufgaben gelegt, gelöst, „begriffen“ werden.   Auch die Biene baut. Die durchbrochene Wabenform der Steine ist von den Waben der Honigbiene inspiriert. Dadurch ist das Hineinschauen in die kleinen Bauwerke möglich. Diese können aber auch von innen her beleuchtet werden – eine Möglichkeit, die Kinder unheimlich fasziniert!

Bioblo – ein Baustein der ankommt. Und er kommt gut an, sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen. „Die eigene Kreativität und Fantasie machen Bioblo zu einem der wenigen Spielzeuge, aus dem man grundsätzlich nicht herauswachsen kann. Auch Väter und Mütter sind häufig total fasziniert vom Material und lassen mit ihren Kindern, aber auch alleine, die spannendsten Bauwerke entstehen“, berichtet Stefan Friedrich.

Bioblo - Nachttischlampe© Bioblo 

Einfach stolz! Knapp vor Weihnachten 2017 erhielt Bioblo als erstes Spielzeug überhaupt das Österreichische Umweltzeichen. „Die Richtlinien des ÖZ sind schon streng. Und die Erfüllung auch mit Kosten verbunden. Aber: Es lohnt sich unterm Strich! Und wir sind jetzt einfach wahnsinnig stolz, das Umweltzeichen zu haben. Denn dieses unabhängige Gütesiegel steht wie kein anderes für Nachhaltigkeit und Qualität“ bestätigen die drei Pioniere.

Generationenübergreifend. Bioblo ist nicht nur ein paar Jahre im Kinderzimmer „aktiv“, sondern kann von einem Kind an das nächste „vererbt“ werden. Denn: „Das Thema Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Eckpfeiler unseres Unternehmens. Wir sehen es als unsere Aufgabe, pädagogisch wertvolles Spielzeug herzustellen, das ökologischen Gesichtspunkten entspricht und eine lange Lebensdauer aufweist. Unsere Bausteine sollen nicht nur einer, sondern mehreren Generationen Freude bereiten.“

In die Zukunft. Das Biolog-Team tüftelt bereits an Bausteinen, die etwas größere bzw. kleiner Dimensionen aufweisen werden als die fabelhaften „ersten“ Bioblos! Wir dürfen also gespannt sein, was den drei jungen Niederösterreichern noch alles einfällt.