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Faires Spiel!

Beim Spiel soll es fair zugehen. Das ist klar. Das Spielzeug selbst sollte aber auch fair produziert werden. Das ist leider keineswegs klar – wie Erhebungen in chinesischen Spielzeugfabriken zeigen. „Sdwind“ hat deshalb in sterreich die Kampagne „Spielsachen fair machen“ gestartet. Das englische Wort „fair“ steht fr „anstndig“ und „ordentlich“. Fairness kann daher mit „Gerechtigkeit“, „Angemessenheit“ sowie mit „Anstndigkeit“ bersetzt werden. Leider geht es derzeit bei der Produktion von Spielsachen alles andere als „gerecht“ und „anstndig“ zu.

Spielwarenproduktion© China Labor Watch

Christkind in China? Denn: schon lange „basteln“ nicht mehr „die Engel im Himmel“ die ertrumten Spielsachen fr Weihnachten – sondern schuften Menschen (auch Kinder) unter unmenschlichen Bedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken: ber 80 Prozent der weltweit verkauften Spielsachen werden in der Volksrepublik China produziert. Und natrlich stammen auch die meisten Spielsachen, die in sterreich fr das Weihnachtsfest erworben werden, aus diesem Land. In vielen chinesischen Spielwarenfabriken ist jedoch das Nicht-Einhalten von Menschen- und Arbeitsrechten an der Tagesordnung. Denn nur so knnen die kurzen Lieferfristen und die extrem niedrigen Preise der international agierenden Auftrags-Firmen realisiert werden.

Arbeiten bis zum Umfallen. 16 Stunden arbeiten tglich ist daher keine Besonderheit! Freier Tag? Fehlanzeige! So ergeben sich ber 100 Arbeitsstunden in einer Woche. Fr diese erhalten die Arbeiter extrem niedrige Lhne, von denen sie kaum leben knnen. Folge: Die Menschen werden krank, sterben schlichtweg an Erschpfung.

Spielsachen fair machen! Diese unakzeptablen Missstnde in der chinesischen Spielzeugindustrie dokumentiert und prsentiert die Kampagne „Spielsachen fair machen“ von „Sdwind“. Zum Teil mussten die Recherchen undercover durchgefhrt werden. Erkenntnisse dabei: Dieser Arbeits-Horror hat ein ungeheures Ausma: Geschtzte 3 bis 5 Millionen Menschen malochen in der chinesischen Spielzeugbranche, arbeiten an veralteten, daher gefhrlichen Maschinen, mssen mit giftigen Werksstoffen hantieren. Entsprechende Schutzkleidung? Meist unbekannt!
 
Forderungskatalog.Spielsachen fair machen“ hat sich daher engagiert das Ziel gesetzt, die unmenschliche Arbeitsbedingungen in China aufzuzeigen und zu ndern – vor allem durch Information der sterreichischen Konsumenten. Dazu hat „Sdwind“ einen Forderungskatalog aufgestellt, den Sie hier nachlesen knnen.


Spielwarenfabrik in China© China Labor Watch

Information – aber wo? Die Kampagne macht auch darauf aufmerksam, dass bisher ein Zertifikat fr fair produziertes Spielzeug fehlt. Wichtig daher: sich informieren, wo und wie ein bestimmtes Spielzeug produziert wird. Aber wo? Die Antwort von „Sdwind“: „Der erste Anhaltspunkt ist der Aufdruck bzw. das Etikett am Spielzeug selbst. Mit den darauf enthaltenen Informationen sollte alles über die Erzeugerfirma in Erfahrung zu bringen sein. Dafür gibt es mehrere Datenbanken im Internet. Unter www.wer-zu-wem.de kann man recherchieren, welche Marke zu welchem Unternehmen gehrt. Eine kostenlose Datenbank für US-Produkte bietet die US-Federal Trade Commission. Unter www.hoovers.com findet man eine groe Datenbank mit Suchfunktion für Markenfirmen. Und Corpwatch bietet eine Anleitung für Nachforschungen (unter Research Tools).“

Gute Wnsche.  Noch ein Tipp: Nachhaltige Spielsachen knnen in einem der „Weltlden“ in sterreich gekauft werden. Oder man erwirbt ganz bewusst heimisches, bewhrtes Holzspielzeug. Aber sterreich hat auch ganz neu entwickelte, coole Bausteine aus einem speziellen ko-Werkstoff im Angebot – nicht nur fr das Christkind!


Weitere Informationen zum Thema „Spielzeugproduktion“ erhalten Sie hier.