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Workshop zu Spielzeug mit Umweltzeichen

Am 5.12.2017 veranstaltete der VKI - Verein für Konsumenteninformation gemeinsam mit dem BMLFUW einen Workshop zur neuen Umweltzeichenrichtlinie für Spielzeug. Die Richtlinie besteht seit einem Jahr, seit 1.1.2017. Die Fachgremien für das Österreichische Umweltzeichen haben diese gemeinsam mit den Gremien für das deutsche Gütesiegel Blauer Engel erarbeitet. Es besteht nun für Betriebe die Möglichkeit dieses Umweltzeichen zu beantragen und dadurch über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinaus, einen Nachweis für Schadstofffreiheit und Gesundheitsschutz für Kinder, für Umwelt- und Sozialstandards zu erbringen. Die europäischen und damit auch die österreichischen Spielwarenerzeuger müssen in einem globalen Markt bestehen und können mit dem Umweltzeichen einen wertvollen Qualitätsnachweis und Wettbewerbsvorteil, zum Beispiel gegenüber Produkten aus China, erwerben.


bioblo Bauwerke© bioblo

Erster österreichischer Antragsteller für das Umweltzeichen für Spielzeug

Die Firma BIO BLO aus Tulln stellt innovative Bausteine aus einer umweltfreundlichen Mischung aus Holz und Kunststoff her. Die Produktion erfolgt unter sozial einwandfreien Bedingungen, das bedeutet, dass die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in Ordnung sind und diese auch fair bezahlt werden. Die Bausteine sind bunt, vollkommen wiederverwertbar und vor allem unbedenklich für die Gesundheit der Kinder. Das Umweltzeichen wird nach den bereits durchgeführten umfassenden Prüfungen noch im Dezember verliehen.

Hochkarätige Vorträge

Im Rahmen der Vorträge wurden der rechtliche Hintergrund beginnend bei der EU-Richtlinie, über die österreichische Verordnung, das Lebensmittelgesetz und die CE-Kennzeichnung, beleuchtet. Die umfangreichen Prüfungen für Spielzeug über die chemischen Eigenschaften oder für kleine Kinder zur Vermeidung von Verschlucken abgelöster Teile führt die AGES in Linz durch. Besondere Aufmerksamkeit widmet „Südwind“ den Produktionsbedingungen in den großen Produktionseinheiten in Europa und in China, von wo 50 % der Spielwaren herkommen. Vor allem die Arbeitsbedingungen und die Löhne entsprechen dort oft nicht akzeptablen Standards. Die Spielzeugerzeugung ist eine sehr dynamische Branche. Jährlich sind 60 % der Spielwaren Neuheiten. Erzielt wird weltweit ein Umsatz von 15,8 Milliarden Euro. Ein Garant für das Inverkehrbringen von hochwertigen Produkten sind die strengen gesetzlichen Vorgaben, die Grenzwerte und deren ständige Prüfung und der EUweite Informationsaustausch über Maßnahmen wie Rückhol- oder Rückrufaktionen im Fall von negativen Prüfbefunden oder anderen Bedenken durch Behörden oder die Hersteller selbst, RAPEX (Rapid Exchange of Information System).  

Mit gemeinsamen Anstrengungen können so der Schutz der Gesundheit unserer Kinder und der Schutz der Umwelt erreicht werden!

 

Link: https://www.umweltzeichen.at/richtlinien/UZ73_R1.0a_Spielzeug_2017.pdf