Sie sind hier:

Neue Schulqualitäten mit dem Umweltzeichen

Das Österreichische Umweltzeichen fördert nachhaltig unsere Schulen, ermutigt Lehrer und Schüler, macht Neues möglich. Lesen Sie hier über die Auswirkungen des Hundertwasser-Logos auf die Qualität der Schulen.

Eine ganze Menge. „Bitte, was bringt denn das Österreichische Umweltzeichen einer Schule?“. Kurze Antwort darauf: Eine ganze Menge! Sprich: begeisterte Schüler, zufriedene Eltern, engagierte Lehrer. Noch Fragen? Gut – dann schau’n wir uns einige Aspekte näher an!

Von innen nach außen. Allein die Bewerbung einer Schule um das begehrte Zeichen, der folgende Prozess, die Erfüllung der Kriterien und schlussendlich die Zertifizierung (aber auch die folgenden „Nachprüfungen“!) haben vielfachen Einfluss auf die Schule. Und zwar die „inneren Vorgänge“ betreffend, aber auch die Wahrnehmung von außen. Das liegt auf der Hand! Allein dadurch, dass die Schule plötzlich „innen“ und „außen“ von einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet wird. Oder dass Spezialisten mit den Schülern Umweltfragen diskutieren.

Hier will ich hin! Dann: Das Umweltzeichen ist eine nicht so leicht zu erreichende Topauszeichnung. Die aber nach der Zertifizierung wie „ein Leuchtturm“ wirkt, wie es der erfahrene Innsbrucker Umweltzeichen-Berater Peter Warbanoff mit einem guten Bild beschreibt. Es fungiert als „einleuchtendes“ Zeichen dafür, dass hier engagierte Lehrer werken. Pädagogen, die gleich ticken, werden versuchen, an diese Schule zu kommen. Wodurch wiederum die Schulqualität steigt. Das Hundertwasser-Logo ist aber auch Signal an die Eltern und Schüler: Hier wird innovativ, umweltverantwortlich unterrichtet!

Schluss mit Dornröschenschlaf! Dornröschen ist ein schönes Kind! Aber niemand außerhalb des Dornengestrüpps kann sich noch daran erinnern! Exzellenz, also pädagogische, ist selbstverständlich an vielen österreichischen Schulen vorhanden – jedoch leider häufig in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Damit ist Schluss, wenn externe Umweltzeichen-Prüfer ins Schulhaus kommen, Qualitäten dokumentieren, schlussendlich das Umweltzeichen verliehen wird. Denn dieses zeigt Exzellenzen deutlich nach außen an. Und diese bleiben durch die folgenden Überprüfungen auch erhalten, werden sogar erweitert.

Schul.Lob. Und dass das Erreichen der für das Umweltzeichnen notwendigen Standards vom Schulleiter und vom pädagogischen Team als – so ungeheuer wichtiges – „Lob“ von außen wahrgenommen werden und zu weiterem Engagement anspornt, wird jedem klar sein! Denn das Ansehen der Schule in der öffentlichen Wahrnehmung steigert das „leuchtende“ Umweltzeichen wesentlich. Und es bietet der Schule Möglichkeiten, sich ansprechend medial zu präsentieren. Anlässe gibt es durch entsprechende Umwelt-Projekte genug.

Aufgewacht. Und dann ist es passiert. Ausgelöst durch den Bewerbungsprozess werden an der Schule vermehrt verschiedene Lehrmethoden angeboten. Diese kommen den unterschiedlichen Lerntypen entgegen. Es werden Projekte zu Umwelt und Gesundheit durchgeführt, die von der gesamten Schule getragen werden. Mit diesen entsteht an einem öffentlichen Lernort häufig zum ersten Mal ein „Wir-Gefühl“! Wichtige soziale Kompetenzen werden quasi „nebenbei“ erworben. Und dann ist es passiert: Schüler, Lehrer und Eltern sind auf den Geschmack gekommen und wollen „mehr“.

Sitz g‘scheit! Es sind aber oft einfache Dinge, wie eine neue Sitzordnung in der Klasse, die viel verändern können: Statt klassisch frontal ausgerichtet, arbeiten z. B. die Schüler in „Tischgruppen“. Diese fördern das kooperative Lernen ungemein. Und alle so Sitzenden werden automatisch auch g’scheiter. Das belegen die Erfahrungen damit an der NMS Wolfurt in Vorarlberg: Jeweils sechs Schüler sitzen an einem Tisch, „schnellere“ neben „langsameren“, selbstverständlich beide Geschlechter! Folge: Es kommt zu einem automatischen Ausgleich der Kompetenzen. Denn die Gruppe erarbeitet gemeinsam Aufgaben. Gegenseitige Hilfe, genaueres Kennenlernen inklusive. So kommt es zu einer Verbesserung des Klassenklimas, Mobbing wird vorgebeugt. Aber auch auf Team-Arbeiten im Beruf vorbereitet!

Verhaltensänderungen. Schüler verinnerlichen ein höheres Verantwortungsbewusstsein für Umwelt und Mitmenschen, das über die Schulzeit hinaus wirkt. Aber auch die Pädagogen verändern ihr persönliches Verhalten in Richtung Ökologieverantwortung, ausgelöst durch die bewusste Wahl ihrer Unterrichtsinhalte. Und nur so können sie die Themen auch authentisch ihren Schülern vermitteln.

Unterm Strich. Das waren nur einige Aspekte hinsichtlich der Verbesserung der Schulqualität – initiiert durch das Österreichische Umweltzeichen. Natürlich wird durch dieses an den prämierten Schulen auch das Wissen um regionale, biologische Lebensmittel erhöht, weniger Restmüll produziert, Papier bewusster verwendet und weniger Energie verbraucht sowie meistens mit dem Schul-Erhalter besser zusammengearbeitet. Unterm Strich jedoch zählt vor allem, dass an den österreichischen Umweltzeichen-Schulen begeisterte Schüler, zufriedene Eltern und engagierte Lehrer erfolgreich zusammenarbeiten. Was will man mehr?