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Bio - gern! Aber bitte billig!

Die sterreicherinnen und sterreicher kaufen gerne umweltvertrgliche Produkte. Das lsst sich aus dem neuen Mikrozensus Umwelt 2015 herauslesen. Jedoch: beim Preis scheiden sich die Geister. Denn hier gilt: bitte billig! Bio und billig vertragen sich aber nicht besonders gut.

Lesen Sie hier: Welche Rolle spielt Umweltfreundlichkeit bei Kaufentscheidungen in sterreich? Ein kleiner Blick in die sterreichische Konsumwelt.

Der im Juli 2017 erschienene Mikrozensus Umwelt 2015 – eine Befragung der Statistik Austria zu Umweltthemen und Lebensqualitt – zeigt auch das Einkaufsverhalten der sterreicherinnen und sterreicher im Hinblick auf umweltverantwortliche Produkte auf.

Im sterreichischen Einkaufswagen. 83,1 % haben in den letzten 12 Monaten Bio-Obst oder Bio-Gemse gekauft. Dieses Warensegment ist also besonders wichtig im Hinblick auf „biologisch“. 79,4 % entschieden sich fr Bio-Brot, -Gebck und -Getreideprodukte. Bei 78,2 % lagen Bio-Milch und Bio-Milchprodukte im Einkaufskorb. Trotzdem kann nicht von einem Bio-Boom im Lebensmittelbereich gesprochen werden. Warum?


© dr.helmuth hler


Bio & billig? Der Knackpunkt ist der Preis der Bio-Produkte. Denn Bio und billig sind kein ganz ideales Paar: Zwischen beide drngt sich der Preis. Und der ist eben fr Bio oft hher. Was auch gut nachvollzogen werden kann: Denn nachhaltige, also faire erzeugte und gehandelte, biologische, regionale Produkte liefern Mehrwerte wie Verringerung der globalen Armut, globalen Klimaschutz, aber auch Arbeitspltze in den lndlichen Regionen sterreichs. Andererseits entstehen damit aber auch grere Kosten. Durch diese ist bei einem kleineren Einkommen Bio einfach nicht so leicht leistbar: Fr 36,6 % der Konsumenten in sterreich ist daher der Preis der Grund dafr, ko-Produkte lieber im Regal stehen zu lassen. Es wundert aber auch nicht, dass bei Menschen zwischen 30 und 50 mit hherer Bildung und hherem Einkommen in der Alpenrepublik mehr Bio-Produkte im Einkaufswagen landen. Wobei hier natrlich auch die Informiertheit eine Rolle spielt.

Saisonal. Regional. Fair. Die Befragung hat auch ergeben, dass „saisonal“ und „regional“ wichtige Schlsselbegriffe im Supermarkt sind. Denn sie lsen sehr hufig die Kaufentscheidung fr umweltfreundliche Produkte aus. ber 80 % der Befragten gaben an, dass sie Produkten den Vorzug geben, die mit dem Wort „regional“ gekennzeichnet sind. Aber auch „gentechnikfrei“ (71,5 %) sowie „Fair-Trade“ (59,9 %) lsen Kauf-Impulse aus. 


© dr.helmuth hler


Langlebig & umweltfreundlich. Umweltfreundlich sollen fr sterreicher und sterreicherinnen auch langlebige Produkte sein: 93,2 % gaben an, beim Kauf in den letzten 3 Jahren energieeffiziente, langlebige oder reparaturfreundliche Khl- und Gefriergerte erworben zu haben (2011: 91,3 %). Relativ gering ist der Einfluss von Umweltfreundlichkeit bei der Kaufentscheidung von Computern: Lediglich fr 44,6 % der sterreichischen Kufer spielte diese eine Rolle (2011: 42,5 %). Hingegen lag der Prozentanteil der umweltfreundlichen Pkw an den tatschlichen Pkw-Kufen der letzten drei Jahre immerhin bei 61,6 % (2011: 60,8 %).

UZ! Hilfreich bei allen umweltverantwortlichen Kaufentscheidungen ist in sterreich immer das UZ! Was? Nun das sterreichische Umweltzeichen! Alle mit ihm ausgezeichneten Produkte erfllen hchste kologische, gesundheitliche und qualitative Anforderungen. Mit dem Erwerb dieser Erzeugnisse tut man daher sich und der Umwelt Gutes. Garantiert!

Mehr Informationen zu den Ergebnissen des Mikrozensus Umwelt 2015 der Statistik Austria finden Sie hier: https://www.bmlfuw.gv.at/umwelt/nachhaltigkeit/green_economy/Mikrozensus.html

// Mit dem sterreichischen Umweltzeichen zertifizierte Produkte finden Sie hier:
https://www.umweltzeichen.at/cms/upload/20%20docs/2017/uz_produktfibel_2017_web.pdf