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Wer mag’s nicht gern sauber!

Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten und mit ihm die Zeit der Erneuerung in der Natur, aber auch in den eigenen vier Wänden. Genau, der traditionelle Osterputz steht an! Oder doch nicht? Auf keinen Fall sollte diese „saisonale Grundreinigung“ heutzutage in Stress ausarten. Denn: wenn richtig geplant und getimt wird, die geeigneten Hilfsmittel, also Putztuch, Mopp, Schrubber und Sauger, in Position gebracht werden, stellt das Wischen und Fegen vor dem Osterfest kein Problem dar.

© Lebensart

Der Teppichklopfer im out?

Wobei das ganz große Saubermachen im Frühling heute etwas von seiner Bedeutung verloren hat. In der Vergangenheit musste tatsächlich auf die wärmere Jahreszeit gewartet werden, um bestimmte Reinigungsarbeiten vornehmen zu können. So wurden vor dem Staubsauger-Zeitalter Teppiche mühsam ins Freie geschafft und dort kräfteraubend mit dem „Pracker“ bearbeitet.  

Frühling ist die beste Zeit dafür! 

Darüber kann die zum Osterputz befragte Fachfrau nur schmunzeln. Sie meint: „Wie gesagt, den Frühjahrsputz wie im Lesebuch von Anno Schnee gibt es heute fast nicht mehr. Aber es schadet nicht, sich im Frühling in der Wohnung ein ‚bisserl‘ umzutun. So ist das Fensterputzen sicherlich ein wichtiges Thema ab März. Diese wurden im Winter nach Möglichkeit ja nicht gereinigt. Warum? Na, in der Heizperiode sollten die Fenster nicht lange Zeit offen bleiben, um Energie zu sparen!“ Also – dann nichts wie ran in den ersten lauen Frühlingstagen an die Scheiben! Dazu die Fachfrau: „Bitte bei aller Euphorie auf eine standfeste Leiter achten! Leider schnellt die Zahl der häuslichen Unfälle im Frühjahr regelmäßig in die Höhe!“

Regelmäßiges Putzen = umweltverträgliche Reinigung

„Prinzipiell gilt die Gleichung ‚Regelmäßiges Putzen ist gleich umweltverträgliches Reinigen‘“, erklärt die langediente Haushaltshilfe. Und es wird in Österreich regelmäßig geputzt, dadurch ist eine kraft- und zeitraubende intensive Grundreinigung im Frühjahr nicht mehr unbedingt erforderlich. Weiterer großer Vorteil des konsequenten, ganzjährlichen Saubermachens: Schmutz und Staub können sich nicht anhäufen bzw. festsetzen. Und können mit sanfteren, sprich umweltschonenden Mitteln, leicht entfernt werden.

Schmutz: Bitte draußen bleiben!

Das wäre natürlich ein Traum! Ist tatsächlich in Ansätzen möglich: Schuhe auf der Matte vor der Eingangstüre abstreifen! Nicht mit Straßenschuhen in den Wohnräumen herumlaufen! Trotzdem wird sich Schmutz in den eigenen vier Wänden nicht vermeiden lassen. Wobei: Achtung vor dem berüchtigten „Putz-Fimmel“! Eine zu 100 % saubere Wohnung ist eine Illusion! Dieser nachzujagen stellt für sich und die lieben Nächsten eine enorme Belastung dar. Daher immer schön „am Boden“ bleiben und z. B. bedenken, dass das familiäre WC nicht keimfrei wie eine Intensivstation sein muss!

„Hirnschmalz“ und Muskelkraft statt Chemiekeulen

Das richtige Reinigungstuch, effiziente Schrubber & Bürsten lassen hochkonzentrierte Reinigungsbomben sowas von blass aussehen. Aber hallo! Wobei auch hier die Reinigungsfachfrau wieder einen guten Tipp parat hat, der allerdings nur bei „weißen“ Ostern funktioniert: „Ich schaffe den Teppich in meinen Garten und lege ihn in den frischen Schnee. Dann drehe ich ihn um und bürste die Schneereste ab. Anschließend hänge ich das gute Stück z. B. über eine Klopfstange zum Trocknen auf. Dieses alte Hausmittel erfrischt die Fasern, vertreibt Gerüche. Aber nicht nur diese: Auch Motten und Hausstaubmilben treten die Flucht an – ganz ohne Einsatz von Chemie!“

Putzen – aber richtig!

Grundregel: Wenn schon putzen, dann aber richtig, das heißt, konsequent sich einem Raum widmen und dann erst den nächsten in Angriff nehmen. „Eh klar: Zuerst oben die Schränke abstauben und anschließend den Lieblingsteppich saugen – da unweigerlich Staub nach unten sinkt“, sagt die Reinigungsfrau lachend.

Superman kämpft mit dem Staubtuch!

Geklärt muss auch werden, für wen im Haushalt ist das Saubermachen der Räume „Chefsache“ ist? 2017 hoffentlich nicht nur für die weiblichen Mitglieder! Hier hilft es, das anstehende Putzen mit Hilfe einer Liste zu organisieren. In dieser wird festgelegt, was wer wo und wann erledigt. So wird die gesamte „Mannschaft“ miteinbezogen. Denn es soll immer noch Männer geben, die den Reinigungsarbeiten zumindest etwas reserviert gegenüberstehen. Auch hier weiß die Fachfrau Rat: „Schildern Sie Männern gewisse Aufgaben als besonders schwierig und anspruchsvoll! Diese ‚dürfen‘ (und ‚wollen‘) sie dann in der Regel auch gerne übernehmen. Als quasi ‚Superhelden‘ säubern sie dann plötzlich mit Hingabe den kostbaren antiken Kronleuchter, reinigen ohne zu Murren den Filter der Waschmaschine, „enteisen“ tatsächlich das Eisfach im Kühlschrank.“

Nicht alles an einem Tag!

Um geschlechterübergreifenden „Putz-Abneigungen“ zu begegnen und quasi „geistige“ Kräfte frei zu setzen, empfiehlt es sich weiters, sich der Reinigung ungestört (konzentriert) zu widmen. Bewährt hat sich auch, das Putzen in bewältigbare zeitlichen „Raten“ pro Tag einzuteilen. Das schafft motivierende Erfolgserlebnisse!

Couchpotato war gestern!

Wichtig natürlich: Rechtzeitig vor dem Ostersonntag beginnen! Und: gemeinsames Putzen – ev. unterstützt von der Lieblings-CD – kann sogar Spaß machen! Auch Kinder lassen sich so leicht begeistern und helfen gerne Mama und Papa. Nicht zu unterschätzen: Staubsaugen und Wischen sind gute Möglichkeiten, die Frühjahrsmüdigkeit aktiv zu bekämpfen. In Aktion sollten dann ein paar Dinge nicht übersehen werden:

So vorbereitet kann beim Frühjahrsputz (fast) nichts mehr schief gehen! Also frisch ans Werk!

 

Weiters hilfreich: // Die geniale App „Unfuck Your Habitat“ (leider nur auf Englisch) hilft unter dem vielversprechenden Motto “Terrifying motivation for lazy people with messy homes“ in wenigen Minuten Ordnung und Sauberkeit im eigenen Heim herzustellen. (http://www.unfuckyourhabitat.com)

// Die Broschüre „Sauber, g’sund und günstig“ (hrgs. von „die umweltberatung“ Burgenland und dem Land Burgenland) gibt mit klaren Worten wertvolle Tipps für umweltfreundliches Reinigen und kann hier gratis downgeloadet werden: http://www.umweltberatung.at/sauber-gsund-und-guenstig.