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Gärtnern auf Augenhöhe - Das Hochbeet

Gartenarbeit ohne Bücken – für viele Gärtner eine verlockende Aussicht. Neben der Höhe sprechen noch einige andere Argumente für ein Hochbeet:

  1. Im Vergleich zum Flachbeet werden weniger Düngemittel benötigt, die Erträge sind dennoch höher.
  2. Gartenabfälle werden sinnvoll genutzt.
  3. Hochbeete lassen sich auch auf wenig fruchtbaren Böden errichten und ermöglichen eine frühere Ernte.
  4. Der Rücken beim Garteln wird geschont.

Der beste Zeitpunkt, ein Hochbeet zu errichten, ist im zeitigen Frühjahr oder im Herbst, wenn viele Abfälle im Garten anfallen. Wer keinen eigenen Garten besitzt, kann ein Hochbeet auch auf der Terrasse oder einem großen Balkon nutzen, ebenso in einem Gemeinschaftsgarten.

Hochbeete selbst bauen

Hochbeete gibt es fertig zu kaufen, bastelfreudige Heimwerker können jedoch auch selbst eines bauen – Anleitungen findet man im Internet. Der Vorteil ist, dass die Größe selbst bestimmt werden kann."dieumweltberatung" rät: Verwenden Sie für den Bau Ihres Hochbeetes naturbelassene Hölzer -keine Imprägnierungen oder Lackierung.
Auch Natursteine, Ziegel oder Bausteine aus Recyclingkunststoff können als Einfassung für das Beet dienen.

Die beste Arbeitshöhe liegt auf Hüfthöhe, die optimale Breite beträgt zweimal die Armlänge. Wichtig: ein feinmaschiges Gitternetz bietet Schutz gegen Wühlmäuse und andere Nager.

Bei fertig gekauften Hochbeet-Konstruktionen kann man das Drahtgitter einfach über die Ränder hinaus gehend ausrollen und das Hochbeet darauf stellen.

Ein Hochbeet-Bausatz aus Holz sollte von innen mit Teichfolie ausgekleidet werden, damit das Holz vor Fäulnis geschützt ist und keine Feuchtigkeit nach außen sickern kann.

Die beste Ausrichtung des Beetes ist in Nord-Süd-Richtung, sie ermöglicht eine optimale Sonneneinstrahlung.


Garten, Hochbeet© alison_hancock


 

Befüllung und Bepflanzung

Befüllt wird das Hochbeet mit Resten aus dem Garten:

Die unterste, etwa 40 cm dicke Schicht besteht aus zerkleinerten Ästen, Stauden und Zweigen. Diese Schicht wird mit etwas Erde bedeckt, darauf folgt eine Schicht aus umgedrehten Rasenziegeln oder eine 15 cm dicke Schicht aus Grasschnitt, Häckselgut, Stroh oder anderen gemischten Gartenabfällen. Darauf kommen 10 bis 20 cm halb verrotteter Kompost oder altes Laub.

Zu Beginn des Anbaus ist die Bepflanzung mit Pflanzen, die viele Nährstoffe brauchen, am besten. Dazu zählen Tomaten, Melanzani, Zucchini oder Kürbis. Im zweiten Jahr sind etwa Spinat, Rote Rüben, Zwiebel, Karotten und Mangold geeignet, danach können genügsame Pflanzen wie Erbsen, Bohnen und Kräuter angebaut werden.

Damit alle Pflanzen im Beet genügend Sonne bekommen, sind höher wachsende Sorten am besten in der Mitte des Beetes aufgehoben, niedrige Pflanzen wie Kräuter eher am Rand.

Zum Düngen eignen sich Düngemittel mit dem Umweltzeichen oder selbst erzeugter Kompost.

Ein Hochbeet kann auch mehrere Kammern haben, die mit unterschiedlichen Pflanzen, Blumen oder Gemüsesorten befüllt werden.

Nach vier bis sechs Jahren sollte das Hochbeet ausgeräumt und wieder neu befüllt werden, um frühere und reichere Ernte zu ermöglichen. Die alte Erde kann als Humus zur Verbesserung des Bodens im Gemüsegarten verwendet werden.

 

Anleitung zum Selberbauen: http://www.hochbeet-ratgeber.at/die-hochbeet-bauanleitung-schritt-fuer-schritt-erklaert/