Sie sind hier:

Es zahlt sich aus!

Kennen Sie Hittisau?

Die Vorarlberger Gemeinde Hittisau mit 2014 Einwohnern liegt im Bregenzerwald und weist einige Besonderheiten auf: So befindet sich dort das einzige österreichische Frauenmuseum. Die Gemeinde ist aber auch Mitglied des deutsch-österreichischen Gemeinschaftprojekts Naturpark Nagelfluhkette. Und: In dem landschaftlich sehr reizvollem Gebiet spielt das Umweltbewusstsein eine große Rolle.

Tatkräftig!

Und damit das auch so bleibt, ist auch die NMS Hittisau (https://www.nms-hittisau.at) äußerst engagiert in der Vermittlung des richtigen Umgangs mit Umwelt und Energie. Deshalb erhielt die Schule im Dezember 2015 das Österreichische Umweltzeichen. Ein Ansporn mehr für das tatkräftige Pädagogen-Team um Direktor Hanno Metzler, dass das viel zitierte „fürs Leben lernen“ kein Schlagwort bleibt! Und tatsächlich: Umweltorientiertheit ist an der Schule kein papierenes Lernziel, sondern es werden „Realitäten“ geschaffen werden. Und zwar von den Schülern selbst.

Burschen kontrollieren Temperatur© NMS Hittisau

Für das Leben lernen wir – gerne! So sieht man diese häufig in den Räumen der Schule (nicht nur im Physiksaal!) die Raumtemperatur kontrollieren. Die Schüler wissen auch, mit einem Stromzähler umzugehen. Und finden den Wasserverbrauchszähler im Schulgebäude. Ebenso können sie den Verbrauch bei einem Wärmemengenzähler interpretieren – alles keine Selbstverständlichkeiten! Dass so der von manchen (früher!) gefürchtete Physikunterricht plötzlich spannend, verständlich (!) und total lebensnah wird, ist klar!

WIR sparen Energie

Diese Fertigkeiten erlernen die Schüler in einem Projekt mit dem einprägsamen Namen „WisE“(„Wir sparen Energie“). Direktor Hanno Metzler erklärt es uns: „Seit 2009 gibt es an der NMS Hittisau pro Klasse zwei Energiebeauftragte. Diese sind dafür zuständig, dass Energie gespart wird. D. h. richtiges Lüften, Licht löschen, Strom beim Computer einsparen usw. Hier können wir bis zu 50 % Strom einsparen, 30 % Wärme, 30 % Wasser. Das was sich hier an Energiekosten der Schulerhalterverband einspart, zahlt er uns anteilig aus, und wir können so mit diesem Geld einiges an Projekten mit Schülern wieder umsetzen.“

Kinder kontrollieren Wasserverbrauch© NMS Hittisau

Schul-Energie-Team

Die Energiebeauftragen werden von Lehrern und Direktor betreut. Energiethemen werden in den Unterricht eingebaut und liefern die theoretische Basis für das praktische Tun. Und auch der Hauswart hilft mit, wenn es z. B. um das Ablesen von Zählerständen geht. Jede Menge Lern-Plus ist/sind daher garantiert! Direktor Metzler dazu: „Neben den vielen anderen positiven Effekten ist die intensivere Zusammenarbeit mit der Gemeinde für die Schule sehr wertvoll.“ Das Energiespar-ABC. Die „energiebeauftragten“ Schüler verinnerlichen den richtigen Umgang mit Energie und werden diesen auch zu Hause und später als Erwachsener ganz selbstverständlich praktizieren. Markus Blank, Leiter des Umweltteams an der Schule, meint dazu: „Dieses Projekt ist sehr geeignet, die Schüler für die direkten Auswirkungen des Energiesparens zu sensibilisieren.“ Und sicherlich wird dabei bei manchen die Idee für den einen oder anderen „passenden“ Beruf „aufkeimen“.

Es zahlt sich aus! Das „WisE“-Projekt hat viele Gewinner: Die Schüler lernen an der NMS Hittisau, die sich als Lernwerkstatt versteht, für ihr Leben. Umwelt und Gesellschaft profitieren – auch in der Zukunft! Es gibt aber ebenso einen zeitnahen Gewinn: Die Refundierung vom Schulerhalterverband kommt den Schülern wieder zugute, da damit neue Lernprojekte finanziert werden. Dieser „nachhaltige“ Kreislauf gefällt uns – und regt zur Nachahmung an!

WiSe NMS Hittisau© NMS Hittisau