Pilgern im Mostviertel, Umweltzeichen Reiseangebote
Ist von Pilgern die Rede, so denkt man spontan an den Jakobsweg, vor allem an das letzte Stück des berühmten Pilgerweges durch Spanien nach Santiago de Compostela. Doch Spanien ist weit und die letzten Etappen brauchen viel Zeit und auch ein Quäntchen Mut. Wer Ruhe und Besinnung - und sich selbst - finden möchte, muss dafür nicht erst nach Spanien reisen. Viele reizvolle Pilgerwege verlaufen durch Österreich, so auch ein Teilabschnitt des berühmten Jakobsweges. Die Hauptroute führt von Wolfsthal nach Feldkirch, daneben gibt es verschiedene regionale Varianten und Teilabschnitte, welche in die berühmte Pilgerstrecke einmünden.
Der Tourismusverband Mostviertel, der seit kurzem Reisen mit dem Österreichischen Umweltzeichen anbietet, hat sich zum Ziel gesetzt, diese alten Pilgerrouten in der Region neu zu beleben. Anfang des Jahres wurde der Jakobsweg von Purkersdorf nach Göttweig auf 67 Kilometer neu ausgeschildert. Über 200 Wegweiser werden nun Pilger und Pilgerin leiten, Hinweistafeln geben Information zur jeweiligen Gemeinde, und Rastplätze und Trinkbrunnen laden zur Rast ein. Dieser Abschnitt bildet den Einstieg in den österreichischen Jakobsweg nordwestlich der Wiener Stadtgrenze und führt ab dieser durch das nordöstliche Mostviertel. Westlich des Stiftes Göttweig wird er durch den Wachauer Jakobsweg fortgesetzt.
Wer sich 2012 auf den Weg macht, findet im Stift Herzogenburg einen besonders interessanten Zwischenstopp. Das barocke Stift, an dem Jakob Prandtauer, Johann Bernhard Fischer von Erlach sowie Joseph und Franz Munggenast mitgearbeitet haben, begeht in diesem Jahr sein 900-jähriges Jubiläum. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht die Ausstellung „Zeitzeuge der Ewigkeit“, bei der zwischen 22. April und 28. Oktober 2012 die Stiftsgebäude und die wertvollen Kunstsammlungen zu sehen sind. Das Stift Herzogenburg heißt Pilger im Kloster willkommen. Wallfahrer, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, können in der Pilgerrast - einem einfachen Raum mit Stockbetten und Sanitärbereich – übernachten.
Der älteste Pilgerweg Österreichs ist die „Via Sacra“ – die "Heilige" Straße, die auf einer Länge von rund 120 Kilometern von Hinterbrühl bei Wien nach Mariazell führt. Eingebettet in wunderschöner Landschaft finden sich entlang dieser Pilgerroute zahlreiche historisch und kulturell bedeutende Sakralbauten. Und immer wieder die weite Natur dieser Berggegenden, die zu den landschaftlich schönsten in Österreich zählen. Denn ein bedeutender Teil des Weges liegt abseits der großen Zentren.
Die Pilger der heutigen Zeit genießen es vor allem, dem Stress zu entfliehen, ihre eigenen Grenzen auszutesten und zu überwinden und Inspiration in der Natur zu finden. Wir sind das ganze Leben lang auf dem Weg. Erst beim Pilgern wird uns dieses Auf-dem-Weg-sein richtig bewusst.
Wenn sie jetzt neugierig geworden sind und es einfach selbst einmal probieren wollen, so hat Mostviertel Tourismus für sie ein Umweltzeichen-Paket geschnürt, mit dem sie leicht den Einstieg in den traditionellen Pilgerweg nach Mariazell finden ohne selbst alles planen und organisieren zu müssen:
Mehr Informationen zu Reiseangeboten mit dem Österreichischen Umweltzeichen finden Sie unter: www.umweltzeichen-reisen.at




