UNIDO lässt erstmals Kongress „ergrünen“– in Wien

900 TeilnehmerInnen widmen sich bei der heuer zum fünften Mal abgehaltenen Global South-South Develop-ment Expo (GSSD) vom 19. bis 23. November in der Hofburg Vienna der Zusammenarbeit der Entwicklungslän-der, vorwiegend jener in Südamerika und Südafrika. Dies umfasst politische, wirtschaftliche, kulturelle, und soziale Aspekte ebenso wie technische und ökologische. Letztere stehen heuer besonders im Fokus, denn 2012 wird das Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle begangen. Nichts lag daher näher als diesen Kongress als Green Meeting zu gestalten, so Weixi Gong, South-South Cooperation Coordinator der United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), und mit der Expertise und Unterstützung des Vienna Convention Bureau ist uns das auch hervorragend gelungen. Wir haben dabei Vieles gelernt, um auch bei künftigen Veranstaltungen umweltschonende Maßnahmen stärker anzuwenden ein auch in diesem Sinne nachhaltiger Effekt, den wir aus Wien mitnehmen.

Die gemeinsam mit den Vienna Convention Bureau (VCB) des WienTourismus erarbeiteten Vorkehrungen, um den ökologischen Fußabdruck der GSSD Expo so gering wie möglich zu halten, reichen von Empfehlungen für die möglichst umweltverträgliche Anreise und Fortbewegung in der Stadt und mit dem Umweltzeichen ausge-zeichnete Hotels bis zum Einsatz biologisch produzierter bzw. abbaubarer Materialien bei Konferenz-Utensilien wie etwa Tagungstaschen, Schreibgeräten oder Drucksachen. Der Druckaufwand wurde auch auf ein Minimum reduziert, indem viele Infos statt auf Papier auf USB-Sticks ausgegeben werden, und beim Catering wird auf regionale und saisonale Produkte gesetzt.

 

Neuentwicklung Green Passport für Kongressgäste

Zur Schärfung des Umweltbewusstseins von KongressteilnehmerInnen gelang dem VCB in Zusammenarbeit mit der UNIDO eine Innovation: Bei der GSSD Expo erhalten alle einen Green Passport, der sie darüber aufklärt, dass sie an einem Green Meeting teilnehmen, und dessen Grundgedanken erläutert sowie die dazu getroffenen Maßnahmen. Darüber hinaus enthält der im Reisepassformat gehaltene Green Passport Tipps, was man als KongressteilnehmerIn selbst dazutun kann, um die Green-Meeting-Philosophie zu unterstützen. Alle Anfahrts-möglichkeiten mit den Wiener Linien zur Hofburg sind angegeben, Mülltrennung und Verzicht auf täglichen Hand-tuchwechsel im Hotel werden empfohlen, und Geschäfte mit organischen Produkten von Backwaren bis zu Kosmetika ja sogar Shops mit Design-Objekten aus Recycling-Material sind aufgelistet. Für alle, die ihren Auf-enthalt über den Kongress hinaus verlängern, gibt es außerdem einen detaillierten Programmvorschlag für einen grünen Tag in Wien.

Christian Mutschlechner, Leiter des VCB dazu: Der ,Green Passport ist ein Schritt auf dem Weg zu mehr Green Meetings, denn es gilt, möglichst vielen Menschen ,grünes Denken im Tagungsgeschäft näherzubringen. Ziel ist es, dass Green Meetings zum internationalen Standard werden und umweltgerechtes Verhalten zu einer Selbstverständlichkeit.