Mit der Natur lernen

Nachhaltigkeit wird im Ausbildungsangebot der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik groß geschrieben. Neben den Bachelor-Studiengängen und dem Masterstudium "Bildungsmanagement im ländlichen Raum" stehen drei Hochschullehrgänge auf dem Plan. Diese Lehrgänge wenden sich an all jene, die sich in umweltpädagogischen, land- und forstwirtschaftlichen Bereichen weiterbilden wollen. Ein Muss für den Abschluss der Bachelor-Studien sind Praktika im In- und Ausland. So lernen die Studierenden schon früh verschiedene Berufsfelder kennen. „Die Praktika vermittelt die Hochschule“, sagt Vizerektorin Mag. Ing. Christine Wogowitsch. „Wir laden die Mentoren aus der Praxis auch immer wieder zu uns ins Haus ein, zum Informations- und Erfahrungsaustausch.“

Den aktuellen Fortbildungsplan der Hochschule für 2012 finden Sie hier.

Wie gut die Verbindung von Praxis, Lehre und Forschung gelingt, zeigt sich besonders an der "Gartentherapiewerkstatt", die schon seit 2005 von der Hochschule durchgeführt wird. „Die Gartenpädagogik greift nicht nur im therapeutischen Bereich, sondern ganz konkret im pädagogischen Handeln. Es geht nicht nur um Therapie sondern auch um das gemeinsame Arbeiten mit gesunden Menschen“, betont Christine Wogowitsch. Gearbeitet wird im schuleigenen Therapiegarten. Hier können Studierende und KlientInnen gemeinsam pflanzen, säen und ernten und damit ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten stärken und aktivieren. Die Arbeit in der Natur steigert das psychische und physische Wohlbefinden des Menschen.

Erweitert wurde die Werkstatt 2006 durch den Universitätslehrgang "Gartentherapie", der von der Österreichischen UNESCO-Kommission als Dekaden-Projekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet worden ist. In vier Semestern werden die Studierenden zu akademischen ExperteInnen für Gartentherapie ausgebildet. Ab 2013 wird auch ein Masterstudium angeboten.

Natürlich Österreichisches Umweltzeichen
Für ihre "grüne" Leitlinie und das auf Nachhaltigkeit basierende Ausbildungsangebot wurde die Hochschule - als erste Pädagogische Hochschule Österreichs - im Juni 2010 mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Vizerektorin Christine Wogowitsch: „Diese Auszeichnung war uns vor allem deshalb wichtig, weil wir Nachhaltigkeit nicht nur in der Lehre thematisieren sondern weil sie Prinzip unseres gemeinsamen Handelns ist. Wir alle, also Studierende, Bedienstete und Lehrende, haben Teil daran. Wir feiern gemeinsam unsere Erfolge und erfüllen eine Vorbildfunktion. Wir betrachten die Auszeichnung auch als wichtiges Instrument der Qualitätssicherung. Es hat auch unser Handlungsspektrum in der Lehre grundlegend verändert. Wir diskutieren den Wert von Zertifizierungen und setzen unsere Erkenntnisse daraus auch konkret an der Hochschule um. Wir leben das.“

Die Hochschule hat es geschafft neben der Erfüllung der strengen Muss-Kriterien des Umweltzeichens sogar 91,7 Prozent aller Soll-Kriterien – darunter Ergonomie und Innenraum, Energienutzung und Einsparung – zu erfüllen.

Nähere Informationen: www.agrarumweltpaedagogik.ac.at